Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Politik EU-Parlament will schrittweises Glyphosat-Verbot bis 2022
Nachrichten Politik EU-Parlament will schrittweises Glyphosat-Verbot bis 2022
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:52 24.10.2017
Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat, das auch auf deutschen Feldern eingesetzt wird, steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Quelle: Jens Büttner
Anzeige
Straßburg

Nach dem Willen des EU-Parlaments soll das umstrittene Pestizid Glyphosat bis 2022 schrittweise verboten werden. Dafür sprach sich in Straßburg eine Mehrheit der Abgeordneten aus.

Das Unkrautvernichtungsmittel, das auch auf deutschen Feldern eingesetzt wird, steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Eine Verlängerung der Zulassung ist deshalb sowohl auf EU-Ebene als auch zwischen den Mitgliedstaaten heftig umstritten.

Die weitere Verwendung von Glyphosat wollen die EU-Abgeordneten außerdem an bestimmte Auflagen knüpfen. So soll ein Einsatz unmittelbar vor der Ernte europaweit verboten werden.

Das Votum des Parlaments ist nicht bindend. Am Ende entscheiden entweder die Mitgliedstaaten oder die EU-Kommission über die Zulassung, die Ende 2017 ausläuft. Am Mittwoch berät ein Ausschuss mit Experten der EU-Länder über einen Vorschlag der EU-Kommission, das Pestizid weitere zehn Jahre auf dem Markt zu lassen.

Ob es eine Abstimmung geben wird und wie sich die einzelnen Staaten positionieren, war zunächst unklar. Gibt es bis Ende des Jahres keine Mehrheit für eine Verlängerung, wäre Glyphosat im kommenden Jahr in der EU verboten.

dpa

Mehr zum Thema

Einst verlangten die Briten in Brüssel ihr Geld zurück. Beim jüngsten EU-Gipfel verkehren sich die Rollen: Die EU-Partner wollen Großbritannien nur geordnet ziehen lassen, wenn das Land für den Brexit klare finanzielle Zusagen macht.

20.10.2017

Jamaika wirft Schatten bis nach Brüssel. Die Kanzlerin bittet um Geduld. Sie bleibt ihrer pragmatischen Politik in Europa treu. Und nach dem französischen Präsidenten Macron schiebt sich eine zweite jugendliche Erscheinung in den Vordergrund.

20.10.2017

Auch im Europaparlament soll es zu Fällen schwerwiegender sexueller Belästigung gekommen sein.

23.10.2017

Nach mehr als drei Monaten in Untersuchungshaft beginnt der Prozess gegen Peter Steudtner. Unterdessen ergreift Präsident Erdogan weitere Maßnahmen, um die AKP auf Vordermann zu bringen.

24.10.2017

Etwa einhundert Menschen demonstrieren zur Stunde am Flughafen Leipzig/Halle gegen die Abschiebung abgelehnter afghanischer Asylbewerber. Die Flüchtlinge sollen am Dienstagabend mit einer Maschine nach Kabul gebracht werden.

24.10.2017

Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik sitzen Abgeordnete einer rechtspopulistischen Partei im Bundestag. Wie sich das Klima unter der Reichstagskuppel dadurch verändert, ist sofort spürbar.

24.10.2017
Anzeige