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Erpressung: Steinbrück wehrt sich

Berlin/Erfurt Erpressung: Steinbrück wehrt sich

Unbekannter fordert Verzicht auf Kanzlerkandidatur. Staatsanwaltschaft ermittelt.

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Peer Steinbrück (SPD)

Quelle: dpa

Berlin. Ein Satz kommt dem SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück oft über die Lippen. Was er und seine Familie im Wahlkampf erlebt hätten, „geht weit über die Belastungen und Auseinandersetzungen hinaus, was man üblicherweise wird wohl akzeptieren müssen“. Am Sonnabend fiel der Satz erneut. In Erfurt. Denn Steinbrück muss sich abermals mit Dingen beschäftigen, die mit Wahlkampf eigentlich nichts zu tun haben. Nun geht es um Erpressung.

Steinbrück hat Anzeige gegen unbekannt erstattet. Die Bonner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Nötigung. Auslöser ist ein Brief, den Steinbrücks Frau Gertrud erhielt. Darin wird dem Ehepaar Steinbrück vorgeworfen, Ende der 90er Jahre illegal eine Putzfrau von den Philippinen beschäftigt zu haben. Der Absender wollte dies öffentlich machen, wenn Steinbrück seine Kandidatur nicht niederlege. Die Vorwürfe haben Steinbrück und seine Frau entkräftet. Nach dem Umzug der Familie 1999 von Kiel nach Bonn habe ihre Mutter ihr „zum Einzug geschenkt, dass ihre Putzhilfe für ein halbes Jahr einmal in der Woche bei uns sauber macht“, sagte Gertrud Steinbrück der „Bild“. „Ich zahlte sie für die bei mir abgeleisteten Stunden und rechnete das jeweils mit meiner Mutter ab.“ Nach dem halben Jahr bot Gertrud Steinbrück der Putzfrau einen Arbeitsvertrag an. Diese lehnte ab. Die Steinbrücks beschäftigten sie dann nicht weiter.

Die SPD verurteilte gestern den Erpressungsversuch aufs Schärfste. Ralf Stegner, SPD-Chef in Schleswig-Holstein, nannte die Drohung im Gespräch mit dieser Zeitung eine „Schweinerei“. Allerdings glaube er, „dass der Brief nicht seinen beabsichtigten Zweck erfüllt. Er wird die Geschlossenheit der SPD noch weiter stärken.“

 

 

Kai Kollenberg

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