Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Politik Erpressung: Steinbrück wehrt sich
Nachrichten Politik Erpressung: Steinbrück wehrt sich
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
03:49 09.09.2013
Peer Steinbrück (SPD) Quelle: dpa

Ein Satz kommt dem SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück oft über die Lippen. Was er und seine Familie im Wahlkampf erlebt hätten, „geht weit über die Belastungen und Auseinandersetzungen hinaus, was man üblicherweise wird wohl akzeptieren müssen“. Am Sonnabend fiel der Satz erneut. In Erfurt. Denn Steinbrück muss sich abermals mit Dingen beschäftigen, die mit Wahlkampf eigentlich nichts zu tun haben. Nun geht es um Erpressung.

Steinbrück hat Anzeige gegen unbekannt erstattet. Die Bonner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Nötigung. Auslöser ist ein Brief, den Steinbrücks Frau Gertrud erhielt. Darin wird dem Ehepaar Steinbrück vorgeworfen, Ende der 90er Jahre illegal eine Putzfrau von den Philippinen beschäftigt zu haben. Der Absender wollte dies öffentlich machen, wenn Steinbrück seine Kandidatur nicht niederlege. Die Vorwürfe haben Steinbrück und seine Frau entkräftet. Nach dem Umzug der Familie 1999 von Kiel nach Bonn habe ihre Mutter ihr „zum Einzug geschenkt, dass ihre Putzhilfe für ein halbes Jahr einmal in der Woche bei uns sauber macht“, sagte Gertrud Steinbrück der „Bild“. „Ich zahlte sie für die bei mir abgeleisteten Stunden und rechnete das jeweils mit meiner Mutter ab.“ Nach dem halben Jahr bot Gertrud Steinbrück der Putzfrau einen Arbeitsvertrag an. Diese lehnte ab. Die Steinbrücks beschäftigten sie dann nicht weiter.

Die SPD verurteilte gestern den Erpressungsversuch aufs Schärfste. Ralf Stegner, SPD-Chef in Schleswig-Holstein, nannte die Drohung im Gespräch mit dieser Zeitung eine „Schweinerei“. Allerdings glaube er, „dass der Brief nicht seinen beabsichtigten Zweck erfüllt. Er wird die Geschlossenheit der SPD noch weiter stärken.“

Kai Kollenberg

US-Präsident will sich Zustimmung für Militärschlag sichern. Breiter Widerstand im Repräsentantenhaus befürchtet. Deutschland stimmte G20-Erklärung erst später zu.

09.09.2013

Die Linksfraktion im Bundestag hat nach einem Bericht der Welt am Sonntag (WamS) den Ex-Ehemann ihrer stellvertretenden Vorsitzenden Sahra Wagenknecht über Monate mit einem ...

09.09.2013

Seehofer (CSU) peilt absolute Mehrheit an. Ude (SPD) träumt vom Wechsel.

09.09.2013
Anzeige