Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Politik Erste Grenzbrücke zwischen EU und Südamerika eröffnet
Nachrichten Politik Erste Grenzbrücke zwischen EU und Südamerika eröffnet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:32 19.03.2017
Die Brücke verbindet Oiapoque im brasilianischen Bundesstaat Amapá mit Saint-Georges in Französisch-Guyana. Quelle: Ministerio Das Cidades/agencia Brazil
Anzeige
Oiapoque

Erstmals können Fußgänger und Autos eine Grenzbrücke zwischen Südamerika und der Europäischen Union passieren. Das 378 Meter, von Stahlseilen gehaltene Bauwerk wurde am Samstag eröffnet und verbindet Oiapoque im brasilianischen Bundesstaat Amapá mit Französisch-Guyana.

Französisch-Guyana gehört zu Frankreich und damit zur Europäischen Union. Bereits 2011 wurde der Bau vollendet, aber diverse bürokratische Hürden und Zollfragen führten zu einer sechsjährigen Verzögerung. Zudem fehlte die Zufahrt von brasilianischer Seite.

Wie das Portal „O Globo“ berichtete, dürfen vorerst nur Autos und Fußgänger die 70 Millionen Reais (20,8 Mio Euro) teure Brücke passieren. Einige der Hürden waren Visa- sowie Versicherungsfragen für brasilianische Autos, die über die Brücke einreisen. Bisher gab es kaum Grenzverkehr, die einzige Option war eine Bootsüberfahrt.

Der Bau war vor zwanzig Jahren vom damaligen Präsidenten Brasiliens, Fernando Henrique Cardoso und dem französischen Präsidenten Jacques Chirac vereinbart worden, aber erst unter den Nachfolgern Luiz Inácio Lula da Silva und Nicolas Sarkozy nahm das Projekt Formen an. 2011 wurde der Bau vollendet - und galt schon als Geldverschwendung, als Grenzbrücke ohne Grenzverkehr. In dem Überseedepartement Französisch-Guyana ist auch der europäische Weltraumbahnhof Kourou.

Auf der brasilianischen Seite fehlt bis heute immer noch eine durchgängig asphaltierte Straße, während die Anbindung auf der anderen Seite seit 2011 planmäßig steht. In der Regenzeit kann sich die Straße zur Grenzbrücke in eine Schlammlandschaft verwandeln - die Behörden versprechen, dass auch hier bald alles asphaltiert sein soll.

dpa

Mehr zum Thema

Horst Seehofer will die Gespräche mit Russland aufrecht erhalten. In Moskau wirbt er für ein Ende der Sanktionen im Fall einer friedlichen Lösung in der Ostukraine. Für seine Reise zu Kremlchef Putin erntet er auch Kritik.

16.03.2017

Eine Sturmwarnung hatte die Reise der Kanzlerin zum US-Präsidenten verhindert. Nun ist die Aussicht auf Schönwetter besser. Aber politisch? Heikle Themen sind beim ersten Treffen zu besprechen. Kurz vorher setzt Merkel schon einmal einen kleinen Nadelstich.

16.03.2017

Es war erwartungsgemäß distanziert: Als Donald Trump und Angela Merkel erstmals aufeinandertrafen, war wenig Menschelndes zu spüren. Spröde Arbeit war angesagt.

18.03.2017

Neuer Ausfall des türkischen Präsidenten: In einer Rede in Istanbul hat Recep Tayyip Erdogan Kanzlerin Angela Merkel persönlich „Nazi-Methoden“ vor. „Du wendest auch gerade Nazi-Methoden an“, sagte Erdogan bei einer Wahlkampfrede am Sonntag an Merkel gerichtet.

19.03.2017

Der Sprecher des türkischen Präsidenten Erdogan hat der Bundesregierung vorgeworfen, Kräfte zu unterstützen, die hinter dem Putschversuch in der Türkei stehen. Außerdem stelle sich Deutschland hinter Anhänger der PKK.

19.03.2017

Bundeskanzlerin Angela Merkel bereitet sich auf Treffen mit Staatenlenkern dieser Welt in aller Regel intensiv vor. Bisweilen nutzt sie dafür Mittel, die überraschen.

19.03.2017
Anzeige