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Politik Falsche Daten auf Gedenksteinen
Nachrichten Politik Falsche Daten auf Gedenksteinen
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00:00 18.07.2013
Wieder mit neuem Outfit vor Gericht: Beate Zschäpe. Quelle: dpa
Dortmund

Auf den Gedenksteinen für die Opfer der rechtsextremistischen Terrorgruppe NSU stehen zum Teil falsche Todestage. In Dortmund sind zwei Daten falsch angegeben, wie ein Sprecher der Stadt gestern einräumte und damit einen Bericht der „Bild“-Zeitung bestätigte. Auch in Nürnberg ist ein Todesdatum nicht korrekt angegeben. Grund für einen Fehler soll eine falsche Angabe in einer ersten gemeinsamen Erklärung aller von den NSU-Morden betroffenen Städte sein.

In Dortmund ist das Todesdatum des vermutlich ersten NSU-Opfers, Enver Simsek, mit dem 11. November 2000 falsch angegeben. Der Blumenhändler aus Nürnberg starb am 11. September 2000. Der Grund für diesen Fehler war laut dem Sprecher der Stadt ein Übertragungsfehler in der Kommune. Für den Nürnberger Imbissbuden-Besitzer Ismail Yasar ist als Todesdatum der 5. Juni 2005 angegeben, richtig ist der 9. Juni 2005. Die Ursache dafür liegt dem Sprecher zufolge darin, dass in einer offiziellen Erklärung der Oberbürgermeister aller betroffenen Städte das Datum falsch war. Dieses Todesdatum ist zumindest auch in Nürnberg falsch angegeben.

Im NSU-Prozess hat das Oberlandesgericht München gestern indessen einen Brandermittler der Polizei vernommen. Der Beamte zeigte Fotos aus der zerstörten Zwickauer Wohnung der mutmaßlichen Neonazi-Terroristen Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt. Zschäpe soll die Wohnung nach dem Tod der beiden anderen angezündet haben. Der Beamte zeigte mehrere hundert Bilder der verkohlten Überreste des Domizils in der Zwickauer Frühlingsstraße. In den Trümmern fanden die Ermittler unter anderem mehrere Waffen sowie Computer und Festplatten.

OZ

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