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Nachrichten Politik Finanzskandal bei Diözese Eichstätt um ungesicherte Darlehen
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15:37 05.02.2018
Bischofshaus mit der Wohnung des Eichstätter Bischofs vor dem Dom zu Eichstätt im Hintergrund. Quelle: Armin Weigel/archiv
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Eichstätt

Die katholische Kirche wird von einem neuen Finanzskandal erschüttert. Aus dem Vermögen der Diözese Eichstätt seien rund 60 Millionen Dollar (48,2 Millionen Euro) in ungesicherte Darlehen in die USA geflossen, sagte Diözese-Sprecher Martin Swientek am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Gegen einen früheren Mitarbeiter und einen Immobilien-Projektentwickler sei Anzeige erstattet worden. Der Vorwurf laute auf Untreue, Bestechung und Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr. Die Staatsanwaltschaft sei eingeschaltet worden, „um eine rückhaltlose Aufklärung und strafrechtliche Aufarbeitung zu veranlassen“.

Das Geld wurde laut Swientek in „höchst fragwürdiger Weise“ in den USA angelegt. Wie hoch der Schaden tatsächlich sei, könne derzeit noch nicht beziffert werden. Es hänge davon ab, wie viel Geld wieder zurückfließen könne.

Die Indizien für ein strafrechtlich relevantes Verhalten seien im Zuge der von Bischof Gregor Maria Hanke initiierten Transparenzoffensive zutage gefördert worden. Externe Fachleute waren demnach bei der Umstellung der Finanz- und Vermögensverwaltung der Diözese auf die ungesicherten Auslandskredite gestoßen.

Einzelheiten will die Diözese am Dienstag auf einer Pressekonferenz bekanntgeben. Zunächst hatten die „Süddeutsche Zeitung“, NDR und WDR über den Fall berichtet.

dpa

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