Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Politik Flynn: Ex-Geheimdienstler mit harter Meinung zum Islam
Nachrichten Politik Flynn: Ex-Geheimdienstler mit harter Meinung zum Islam
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:53 14.02.2017
Der Sicherheitsberater von US-Präsident Trump, Michael Flynn ist zurückgetreten. Quelle: John Angelillo
Anzeige
Washington

Michael Flynn war einer der Generäle in Trumps Regierungsmannschaft. Der 58-Jährige hat in den US-Streitkräften vor allem als Geheimdienstler Karriere gemacht. Er leitete unter anderem die Geheimdienstoperationen in Afghanistan.

Trotz seiner Tätigkeit in oft geheimer Mission hat Flynn das offene Wort besonders nach seinem Ausscheiden aus der Armee nicht gescheut. Der Mann aus dem Bundesstaat Rhode Island äußerte sich wiederholt extrem islamkritisch.

Flynn hält den Islam weniger für eine Religion als vielmehr für eine politische Ideologie. Seine Äußerungen gelten vielen als unverblümt, manchmal auch unbedacht.

Im Jahr 2014 musste der drahtige General Flynn unter US-Präsident Barack Obama als Chef des US-Militärgeheimdienstes DIA nach zwei Jahren im Amt gehen. Ihm wurden massive Führungsprobleme vorgeworfen, vor allem schien er eine andere Auffassung zum islamischen Terrorismus zu vertreten als die Regierung.

Flynn beschuldigte die Obama-Administration, mit ihrer Unterstützung der syrischen Rebellen insgeheim dem Terrornetzwerk Al-Kaida zu helfen. Das ist auch der Vorwurf, der von Moskau aus an die USA gerichtet, von Washington aber stets zurückgewiesen wurde.

Von Trump in sein Sicherheitsteam geholt, telefonierte Flynn bereits im Dezember mit dem russischen Botschafter Sergei Kisljak - noch ehe er ein offizielles Amt innehatte. Dabei ging es auch um den Abbau von Sanktionen gegen Russland, die die Obama-Administration wegen russischen Hackings erlassen hatte.

Nach der US-Gesetzgebung ist es einem amerikanischen Bürger verboten, ohne entsprechende Legitimation mit einem anderen Staat zu verhandeln - vor allem, wenn es um die Interessen der USA geht. Ohnehin waren Flynns offenbar enge Kontakte nach Moskau stets kritisch beäugt worden. Unter anderem trat er als bezahlter Experte im staatsnahen russischen Fernsehsender RT auf.

dpa

Mehr zum Thema

Das war deutlich. Einstimmig und mit kühler Präzision schlägt ein Berufungsgericht Trump sein Terroristen-Stoppschild aus der Hand. Der kann es nicht fassen - und wird weiterkämpfen. „Gewinnen wir locker!“

10.02.2017

Der nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, Ex-General Michael Flynn, ist zurückgetreten. Das bestätigte das Weiße Haus.

14.02.2017

Noch gar nicht komplett, muss die US-Regierung den ersten Posten schon neu besetzen. Trumps Sicherheitsberater Flynn scheitert an Telefonaten mit Russlands US-Botschafter. In Moskau kommt der Rücktritt nicht gut an. Für Trump „eine Frage des Vertrauens“.

14.02.2017

Der Nationale Sicherheitsrat der USA berät den US-Präsidenten in wichtigen Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik.

14.02.2017

Die US-Regierung ist noch nicht komplett, da muss der erste Posten schon wieder neu besetzt werden. Als möglicher Nachfolger von Donald Trumps Sicherheitsberater Michael Flynn wird ein vorbestrafter Ex-General gehandelt.

14.02.2017

Eigentlich wollen Russland und Japan auf den Kurilen wirtschaftlich zusammenarbeiten. Doch mit neuen Namen für kleine Inselchen erinnert Moskau an die umstrittene Weltkriegs-Eroberung.

14.02.2017
Anzeige