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Politik Fremdenhass in Ostdeutschland nimmt zu
Nachrichten Politik Fremdenhass in Ostdeutschland nimmt zu
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13:28 21.09.2016
Polizisten sichern im August 2015 eine Flüchtlingsunterkunft im sächsischen Heidenau. Sie war Ziel fremdenfeindlicher Übergriffe.   Quelle: dpa
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Berlin

 Die Zahl der rechtsextremen und fremdenfeindlichen Übergriffe hat 2015 stark zugenommen, meldet das „Handelsblatt“ in bezug auf den aktuellen Jahresbericht zum Stand der Deutschen Einheit, den das Kabinett an diesem Mittwoch erörtern will und der danach vorgestellt wird.

 „Neben unzähligen Angriffen auf Flüchtlinge und ihre Unterkünfte sind gewalttätige Ausschreitungen wie in Heidenau und Freital zu Symbolen eines sich verfestigenden Fremdenhasses geworden“, zitiert das „Handelsblatt“ aus dem Bericht. Bei den Protesten gegen die Aufnahme von Flüchtlingen sei deutlich geworden, dass die Grenzen zwischen bürgerlichen Protesten und rechtsextremistischen Agitationsformen zunehmend verschwömmen.

Gefahr für die wirtschaftliche Entwicklung

Die Bundesregierung spricht von „besorgniserregenden Entwicklungen“, die das Potenzial hätten, „den gesellschaftlichen Frieden in Ostdeutschland zu gefährden“. Auch negative Konsequenzen für die Wirtschaft werden nicht ausgeschlossen. „Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus und Intoleranz stellen eine große Gefahr für die gesellschaftliche, aber auch die wirtschaftliche Entwicklung der neuen Länder dar“, heißt es den Informationen zufolge in dem Bericht. „Ostdeutschland wird nur als weltoffene Region, in der sich alle dort lebenden Menschen zu Hause fühlen und am gesellschaftlichen Leben teilhaben, gute Entwicklungsperspektiven haben.“

Von RND/dpa

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