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G20-Protest „Welcome to Hell“ eskaliert

Wasserwerfer eingesetzt G20-Protest „Welcome to Hell“ eskaliert

Diese Kundgebung bereitete der Polizei die größte Sorge: die Demonstration „Welcome to Hell“ von Linksautonomen. Und kaum ist der Zug losmarschiert, gibt es Auseinandersetzungen.

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Wasserwerfer waren im Einsatz um die Straße zu räumen.

Quelle: dpa

Hamburg. Am Vorabend des G20-Gipfels in Hamburg ist es zu massiven Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten gekommen. Bei der „Welcome to Hell“-Kundgebung gegen das Treffen der großen Wirtschaftsmächte flogen Flaschen, Feuerwerkskörper wurden gezündet, später brannten umgestürzte Mülltonnen und mindestens ein Auto. Über den Platz zogen Rauchschwaden. Die Polizei setzte wiederholt Wasserwerfer und Pfefferspray ein und trieb die rund 12 000 Teilnehmer auseinander. Es gab eine zunächst nicht genau bekannte Zahl von Verletzten.

Unter die Demonstranten hatten sich nach Polizeiangaben etwa 1000 Vermummte gemischt - was die Polizei nicht duldete. Der Veranstalter erklärte den Demonstrationszug laut Polizei nach gut einer Stunde für beendet. Er war nur wenige Meter weit gekommen.

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G20-Gegner hatten unter dem Motto „Welcome to Hell“ zu einer Demonstration in der Hamburger Innenstadt aufgerufen. Doch sie kam nur schleppend voran. Dann schlug der Protest in Gewalt um. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein. Es gab erste Verletzte.

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Auch Polizei-Pressesprecher Timo Zill wurde angegriffen. Er flüchtete sich laut Polizei in einen Rettungswagen. Die Täter versuchten nach ihren Angaben, die Tür des Rettungswagens aufzureißen und schlugen auf diesen ein. Der Wagen fuhr schließlich mit Blaulicht davon. Der Polizeisprecher blieb unverletzt.

Die Polizei sagte, man habe versucht, den „schwarzen Block“ der Linksautonomen von den friedlichen Demonstranten zu trennen - dann hätte die Kundgebung fortgesetzt werden können. Dies sei aber nicht gelungen.

Aus dem Zug lösten sich anschließend immer wieder einzelne Gruppen, die in Nebenstraßen verschwanden. Dort drohten neue Krawalle. Gewalttäter rüsteten sich laut Polizei mit Gerüstteilen und Steinen aus. „Wir sind entsetzt“, twitterte ein Behördensprecher. An einem Kaufhaus im Stadtteil Altona und in einer Sparkasse gingen Schaufensterscheiben zu Bruch.

Keine Demonstrationen in der Nähe des Tagungsortes

Die Polizei forderte Unbeteiligte auf, sich vom Geschehen zu entfernen, „um den Einsatzkräften die Arbeit zu erleichtern“. Am Hamburger Fischmarkt hatte es am Nachmittag zunächst Musik und Redebeiträge gegeben. Die Demonstration sollte vom Fischmarkt über die Reeperbahn bis etwa 300 Meter an die Messehallen heran gehen. Keine andere Demonstration darf dem G20-Tagungsort in den Messehallen näher kommen.

Anders als für andere Veranstaltungen hatte die Polizei für „Welcome to Hell“ („Willkommen in der Hölle“) keine Auflagen erlassen. Anmelder Andreas Blechschmidt vom linksautonomen Kulturzentrum „Rote Flora“ warf Innenbehörde und Verfassungsschutz dennoch vor, „eine massive Kampagne“ gegen Demonstranten zu führen.

Unterdessen wies das Hamburgische Oberverwaltungsgericht am Donnerstag mehrere Beschwerden der globalisierungskritischen Organisation Attac zurück. Deren Demonstrationen in der Hamburger Innenstadt am ersten G20-Gipfeltag bleiben damit vorerst verboten. Attac Deutschland wollte an diesem Freitag zu drei Versammlungen mit Themen wie „Gutes Leben für alle statt Wachstumswahn“ aufrufen. Die Antragsteller können noch Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht einreichen.

Von RND/dpa

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