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GCHQ: Beteiligung an Trump-Überwachung „Unsinn“

Britischer Geheimdienst GCHQ: Beteiligung an Trump-Überwachung „Unsinn“

In einem außergewöhnlichen Schritt hat sich der britische Geheimdienst GCHQ zu Abhörvorwürfen des US-Präsidenten Donald Trump geäußert.

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Hauptquartier des Government Communications Headquarters im englischen Cheltenham.

Quelle: Gchq/british Ministry Of Defence

London/Washington. In einem außergewöhnlichen Schritt hat sich der britische Geheimdienst GCHQ zu Abhörvorwürfen des US-Präsidenten Donald Trump geäußert. Ein Sprecher bestritt in der Nacht jede Beteiligung der Briten und bezeichnete entsprechende Vorwürfe aus Trumps Umfeld als lächerlich und Unsinn.

Trump hatte vor rund zwei Wochen in einer Serie wütender Tweets erklärt, Obama habe ihn 2016 im Wahlkampf im Trump-Tower in New York abhören lassen. Bislang hat der Präsident für die Anschuldigungen keine Beweise vorgelegt, bleibt aber bei seiner Darstellung.

Ein Justizexperte des US-Senders Fox News hatte unter Berufung auf anonyme Quellen berichtet, der britische Geheimdienst GCHQ habe im vergangenen Jahr dem damaligen Präsidenten Barack Obama ausgeschriebene Redetexte von Trumps Telefonaten zugespielt, die von Computern des US-Geheimdienstes NSA stammten.

„Kürzlich geäußerte Vorwürfe des Medienkommentators Richter Andrew Napolitano, dass der GCHQ gebeten worden sei, „Telefonüberwachung“ gegen den damaligen designierten Präsidenten durchzuführen, sind Unsinn“, teilte ein Sprecher des Geheimdienstes laut Berichten der Tageszeitung „Guardian“ und der BBC mit. „Sie sind völlig lächerlich und sollten ignoriert werden.“

Mehrere hochrangige Mitglieder von Trumps Partei haben erklärt, sie hätten keine Hinweise auf eine Überwachung Trumps gesehen - zuletzt am Donnerstag der republikanische Vorsitzende des Geheimdienstausschusses des Senats, Richard Burr.

Trump-Sprecher Sean Spicer hatte Napolitanos Angaben über den britischen Geheimdienst am Donnerstag in einer selten lautstarken Pressekonferenz im Weißen Haus wiederholt. Gefragt, ob Trump zu seinen Vorwürfen stehe, antwortete Spicer: „Er steht dazu“.

dpa

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