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Politik Gabriel: Keine Alternative zum Gas aus Russland
Nachrichten Politik Gabriel: Keine Alternative zum Gas aus Russland
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00:00 29.03.2014
Osnabrück

Zum Import von Erdgas aus Russland gibt es nach Ansicht von Vizekanzler Sigmar Gabriel „keine vernünftige Alternative“. In der Debatte über die Abhängigkeit Europas von russischem Öl und Gas werde fälschlicherweise so getan, als bestünden viele andere Möglichkeiten, kritisierte der Wirtschaftsminister und SPD-Chef auf einem Energieforum der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Dies sei nicht richtig.

Kanzlerin Angela Merkel hatte wenige Stunden zuvor wegen des Konflikts mit Moskau um die Krim eine Reduzierung der Abhängigkeit von russischen Energielieferungen gefordert. „Es wird eine neue Betrachtung der gesamten Energiepolitik geben“, sagte sie nach einem Gespräch mit dem kanadischen Premier Stephen Harper.

Gabriel warnte zugleich vor „Panikmache“ und übergroßer Furcht vor einem eventuellen Lieferstopp Moskaus. „Selbst in finstersten Zeiten des Kalten Krieges hat Russland seine Verträge eingehalten“, betonte der Minister.

Zugleich rief Gabriel aber dazu auf, für Solidarität mit der Ukraine auch wirtschaftliche Nachteile in Kauf zu nehmen. Der Westen müsse international als mehr wahrgenommen werden als „eine ökonomische Zugewinngemeinschaft mutloser Pfeffersäcke“, schrieb Gabriel in der „Welt“.

Dazu gehöre, „den Demokraten in der Ukraine wirtschaftlich und politisch zu helfen, in den Aufbau dieses Landes nachhaltig und langfristig zu investieren und im Zweifel auch bereit zu sein, auf wirtschaftliche Vorteile in den Außenbeziehungen zu Russland so lange zu verzichten, bis Konflikte auf dem Kontinent wieder am Verhandlungstisch gelöst werden“.



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