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Nachrichten Politik Gabriels Erklärung zu seinem Abschied aus dem Bundeskabinett
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10:25 08.03.2018
Sigmar Gabriel: „Nun endet die Zeit, in der ich politische Führungsaufgaben für die SPD wahrgenommen habe“. Quelle: Michael Kappeler
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Berlin

Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) wird der neuen Bundesregierung nach eigener Aussage nicht angehören. Die am Donnerstag veröffentlichte Erklärung Gabriels im Wortlaut:

„Andrea Nahles und Olaf Scholz haben mich heute darüber unterrichtet, dass ich der nächsten Bundesregierung nicht mehr angehören werde. Ich bin nach wie vor direkt gewählter Abgeordneter des Deutschen Bundestages, aber nun endet die Zeit, in der ich politische Führungsaufgaben für die SPD wahrgenommen habe. In meiner knapp 30 jährigen politischen Laufbahn hatte ich die Möglichkeit 18 Jahre für mein Land und für die SPD in leitenden Funktionen zu arbeiten. Es war eine spannende und ereignisreiche Zeit, die mir große Chancen und Erfahrungen eröffnet hat, die weit über das hinaus gingen, was ich mir als junger Mensch zu träumen gewagt hätte. Das war eine große Ehre, für die ich tiefe Dankbarkeit empfinde.

Zu den für mich bleibenden Erinnerungen der letzten Jahre gehören so unterschiedliche politische Prozesse wie die Rettung von mehr als 10.000 Arbeitsplätzen bei der Übernahme der Einzelhandelskette Kaisers/Tengelmann, die erfolgreiche Entwicklung von Vorschläge zur Wahl zweier Bundespräsidenten oder die Befreiung deutscher Staatsangehöriger aus ungerechtfertigter Haft im Ausland. Vor allem meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Wegbegleitern im In- und Ausland bin ich zu Dank verpflichtet. Denn ohne sie hätte ich meine Aufgaben nicht erfüllen können. Meine Dankbarkeit gilt aber insbesondere auch den Mitgliedern und Wählerinnen und Wählern der SPD, ohne deren Vertrauen ich nicht in meine politischen Ämter hätte gewählt werden können.

Ich wünsche der neuen Bundesregierung insgesamt, meinem Nachfolger im Auswärtigen Amt und meiner Partei von Herzen Erfolg für die Bewältigung der vor uns liegenden großen Herausforderungen zum Wohle unseres Landes und zum Wohle Europas.“

dpa

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