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Geflüchtete Frauen brauchen mehr Rückzugsräume

Studie Geflüchtete Frauen brauchen mehr Rückzugsräume

Geflüchtete Frauen in Sammelunterkünften brauchen nach Einschätzung der Berliner Charité mehr Rückzugsräume und Schutz für sich und ihre Kinder.

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Eine Frau schläft nach der Überquerung der österreichisch-deutschen Grenze in einer Versorgungsstation für Flüchtlinge.

Quelle: Sebastian Kahnert/illustration

Berlin. Geflüchtete Frauen in Sammelunterkünften brauchen nach Einschätzung der Berliner Charité mehr Rückzugsräume und Schutz für sich und ihre Kinder. „Wir empfehlen eine separate Unterbringung alleinreisender Frauen“, heißt es in einer heute veröffentlichten Studie.

In den Unterkünften seien „geschützte Rückzugsorte insbesondere für Frauen und Kinder“ ebenso notwendig wie getrennte Sanitärräume für Männer und Frauen. Die Experten empfehlen, Frauen bei der Wohnungssuche mehr zu unterstützen und Spiel- und Lernmöglichkeiten für Kinder außerhalb des Wohnraums zu schaffen.

Für die Studie wurden in fünf Bundesländern 639 geflüchtete Frauen aus Afghanistan, Eritrea, dem Iran, dem Irak, Somalia und Syrien über ihre Flucht, ihre Lebenssituation und ihre Ziele befragt. Die Wohnsituation erwies sich dabei als besonders belastend, über die Hälfte der Frauen empfand sie als schlecht oder sehr schlecht. Zu den genannten Problemen zählten sexuelle Übergriffe und Gewalt, fehlende Privatsphäre, mangelnde Hygiene in Duschen und Toiletten, Lärm, Diskriminierung und allgemein ein Klima der Respektlosigkeit.

Etwa ein Drittel der Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, sind Frauen und Mädchen. Öfter als Männer trügen Frauen alleine die Verantwortung für Kinder, heißt es in der Studie. Manche Familien würden auf der Flucht getrennt, in anderen Fällen reisten Frauen mit Kindern ihren Männern hinterher.

dpa

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