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Politik Mobbing gegen Lehrer an fast jeder zweiten Schule
Nachrichten Politik Mobbing gegen Lehrer an fast jeder zweiten Schule
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13:15 02.05.2018
Die amtliche Kriminalitätsstatistik weist für den Tatort Schule in der Zeit von Montagfrüh bis Freitagspätnachmittag fast 8000 Fälle (2016) aus. Quelle: dpa
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Stuttgart

Gewalt gegen Lehrer wird aus Sicht des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) in der Politik und an den Schulen selbst weiterhin tabuisiert. Diese Schlussfolgerung zieht der Verband nach zwei Umfragen zu diesem Thema aus den Jahren 2016 und 2018.

„Die Politik muss mit dem Märchen vom Einzelfall aufhören“, sagte Landesverbandschef Gerhard Brand am Mittwoch in Stuttgart bei der Vorstellung der jüngsten Forsa-Umfrage „Gewalt gegen Lehrkräfte aus Sicht der Schulleiter“.

Demnach berichteten 45 Prozent der Rektoren im Südwesten, dass Lehrer an ihrer Schule beschimpft, bedroht, beleidigt, gemobbt oder belästigt worden seien. Obwohl 2016 bereits jeder fünfte Lehrer im Südwesten berichtet hatte, von Schülern beleidigt und gemobbt worden zu sein, sei in der Zwischenzeit nichts zum Schutz der Pädagogen passiert. Brand: „Das Kultusministerium hat seine Hausaufgaben nicht gemacht.“ Aber auch die Betroffenen selbst müssten mutiger werden und ihre Erfahrungen offenlegen.

Raues Klima an NRW-Schulen

Nicht besser ist die Situation für Pädagogen in Nordrhein-Westfalen. An jeder dritten Schule sind Lehrer in den vergangenen fünf Jahren schon einmal Opfer körperlicher Gewalt geworden. Das geht aus einer repräsentativen Forsa-Umfrage unter 252 Leitungen aller allgemeinbildenden Schulformen hervor.

Über psychische Gewalt gegen Lehrer wie Mobben, Bedrohen und Beschimpfen klagten die Leitungen jeder zweiten Schule. Hier liegt NRW mit 55 Prozent ebenfalls über dem Bundesdurchschnitt (48 Prozent). Die Gewalt gehe sowohl von Schülern als auch von Eltern aus. Übergriffe gegen Lehrer gebe es an jeder Art von Schule - auch an Gymnasien.

Von dpa/RND

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