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Hintergrund: Außergewöhnliche Präsidentschaftsbewerber

Washington Hintergrund: Außergewöhnliche Präsidentschaftsbewerber

Milliardär Donald Trump mischt den US-Wahlkampf auf. Ungewöhnliche und schillernde Kandidaten sind im Rennen ums Weiße Haus keine Seltenheit.

Washington. Milliardär Donald Trump mischt den US-Wahlkampf auf. Ungewöhnliche und schillernde Kandidaten sind im Rennen ums Weiße Haus keine Seltenheit. Ein Rückblick:

Huey Long (1936): Ein legendärer Populist aus den Reihen der Demokraten. Er wollte im Wahljahr 1936 gegen Franklin Roosevelt antreten, wurde aber ein Jahr zuvor im Alter von 42 Jahren erschossen. Über das Leben des Gouverneurs von Louisiana wurde der Film „Das Spiel der Macht“ gedreht, in Deutschland 2007 in den Kinos.

Barry Goldwater (1964): „Ein amerikanisches Original“ nannte ihn der ehemalige US-Präsident Bill Clinton. Als ausgeprägter Konservativer trat er 1964 bei den US-Präsidentschaftswahlen an. Mit seinem radikalen Wahlprogramm konnte er allerdings nur wenige begeistern. So kündigte der Republikaner beispielsweise an, im Vietnam notfalls Atomwaffen einzusetzen. Sein Konkurrent Lyndon B. Johnson siegte spielend mit 61 Prozent der Stimmen.

George Wallace (1964, 1968, 1972, 1976): Er gilt als einer der schillerndsten und umstrittensten amerikanischen Politiker. Unter dem Motto „Rassentrennung jetzt, Rassentrennung morgen, Rassentrennung für immer“ kämpfte er gegen die Gleichberechtigung von Schwarz und Weiß. 1963 wurde er international bekannt, weil er schwarzen Studenten den Zugang zu den Universitäten des Bundesstaates Alabama verwehren wollte. Der frühere Gouverneur bewarb sich viermal um das Amt des US-Präsidenten - als unabhängiger Kandidat sowie für die Demokraten. Er starb 1998 im Alter von 79 Jahren.

Ross Perot (1992, 1996): Mit derben Sprüchen gegen Berufspolitiker und Karrieristen machte Ross Perot auf sich aufmerksam. Der Unternehmer ging 1992 und 1996 als Unabhängiger ins Rennen. Der exzentrische Milliardär wurde zum Volkshelden, als er eine Rettungsaktion für einige seiner Mitarbeiter organisierte, die im Iran festgehalten wurden. Seine Wahlkampagne 1992 sei einer „Seifenoper würdig“ gewesen, meinte der Sender MSNBC.

Bob Dole (1996): Der Republikaner wurde mehrmals in TV-Serien parodiert, weil er in öffentlichen Reden gelegentlich von sich selbst in der dritten Person sprach. So wird er in einer Folge der „Simpsons“ von Außerirdischen entführt. „Bob Dole hat das nicht nötig“, ruft seine Figur, als sie in das Ufo gesaugt wird. Dole kandidierte bei der Präsidentschaftswahl 1996, unterlag jedoch seinem demokratischen Rivalen Bill Clinton. Der 92-jährige Dole ist für seinen trockenen Humor bekannt. Er warb für das Potenzmittel Viagra.

Steve Forbes (1996, 2000): Der schwerreiche Zeitungsverleger hat zweimal versucht, ins Weiße Haus einzuziehen, scheiterte aber jeweils früh in den Vorwahlen. Dank teurer TV-Werbespots war er nach den Wahlkämpfen 1996 und 2000 um 69 Millionen Dollar ärmer - das Geld stammte aus seiner Privatkasse. Er machte die Einführung einer Einheitssteuer zum Hauptthema seiner Kampagnen.

Herman Cain (2012): Eine Serie von Negativ-Schlagzeilen beendete die Präsidentschaftskandidatur von Herman Cain. Der Unternehmer wurde erst beschuldigt, Frauen sexuell belästigt zu haben. Dann ging eine angebliche Geliebte mit der Geschichte über eine 13-jährige Affäre an die Öffentlichkeit. 2011 warf Cain das Handtuch, bestritt aber die Vorwürfe: „Ich bin in Frieden mit meinem Gott, im Frieden mit meiner Ehefrau und sie ist im Frieden mit mir.“ Der heute 70-jährige Republikaner wollte 2012 gegen US-Präsident Barack Obama antreten.


Bob Dole, Simpsons-Parodie
Bob Dole, Viagra-Spot
Huey Long, Biography
Huey Long, Homepage
Ross Perot, MSNBC



dpa

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