Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 0 ° Regen

Navigation:
Hunderte AfD-Gegner demonstrieren in Großstädten

#87Prozent Hunderte AfD-Gegner demonstrieren in Großstädten

Der Einzug der AfD in den Bundestag hat hunderte Menschen auf die Straße gebracht. In Berlin, Frankfurt, Köln und Leipzig demonstrierten sie auf Kundgebungen weitgehend friedlich gegen die Partei. Hoch her ging es auch in den sozialen Netzwerken.

Voriger Artikel
So blickt die Welt auf die Bundestagswahl
Nächster Artikel
SPD: Schlechtestes Ergebnis seit 1949

Angela Merkel bezeichnete den Einzug der AfD ins Parlament als große Aufgabe. Die Union wolle die Wähler zurückgewinnen.

Quelle: Jörg Carstensen

Berlin. Hunderte Menschen haben nach der Bundestagswahl in mehreren Großstädten gegen die rechtsnationale AfD protestiert. Die Partei zieht vorläufigen Hochrechnungen zufolge mit mehr als 13 Prozent der Stimmen als drittstärkste Kraft erstmals in den Bundestag ein.

Vor dem Gebäude der AfD-Wahlparty am Alexanderplatz in Berlin versammelten sich rund 1000 Menschen. Sie versuchten mit lauten Pfiffen die Veranstaltung zu stören und riefen Parolen wie „Haut ab, haut ab“ und „AfD - Rassistenpack“.

Trotz eines Flaschenwurfs wurde die Lage von der Polizei insgesamt als eher friedlich eingeschätzt. Eine Frau sei nach einem Eierwurf aus der Menge gezogen und in Gewahrsam genommen worden, sagte ein Sprecher. Zudem habe es einen Zwischenfall mit einem Taxi gegeben: Es gebe die Aussage, dass Demonstranten das Fahrzeug bei der Wegffahrt behindert hätten. Von einem Fotograf hieß es bei Twitter, das Taxi sei auf die Demonstranten zugefahren. Dies war der Polizei zunächst nicht bekannt.

Zu einer Spontandemo kamen mehrere Hundert Protestierende in Leipzig zusammen. Die Ergebnisse der Rechtspopulisten machten deutlich, dass ihre Partei und die außerparlamentarische Linke vor einer „großen Aufgabe“ stünden, sagte die Linken-Landtagsabgeordnete, Juliane Nagel. Die AfD hatte in Sachsen besonders viele Stimmen gesammelt. Dort sowie in Thüringen und Sachsen-Anhalt lag die Partei rund zehn Prozentpunkte über ihrem bundesweiten Ergebnis.

Auch in Köln, Hamburg und Frankfurt kamen Menschen zu Anti-AfD-Kundgebungen zusammen. In der Main-Metropole zogen nach Angaben der Polizei rund 800 Menschen durch die Innenstadt. Zu Zwischenfällen kam es nicht. In Köln waren es 400 Anti-AfD-Demonstranten, die einen angemeldeten Protestzug durch die Innenstadt veranstalteten. Auch hier blieb es friedlich. Ebensoviele Demonstranten waren es in Hamburg.

Im Internet äußerten zahlreiche Menschen auf Twitter ihren Unmut über das starke Ergebnis der rechten Partei: Der Hashtag #fckafd tauchte in den Twitter-Trends zeitweise unter den ersten fünf Plätzen auf. Unter #87Prozent äußerten sich diejenigen, die sich selbst zu den 87 Prozent der Wähler zählten, die nicht die AfD gewählt haben.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
ZDF-«Politbarometer»
SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz am Donnerstag bei einem seiner letzten Wahlkampfauftritte vor der Bundestagswahl.

Unmittelbar vor der Bundestagswahl scheint die Siegerin bereits festzustehen. Trotz absehbarer Verluste für die Union ist mit einer weiteren Amtszeit von Kanzlerin Merkel fest zu rechnen. Mit Spannung wird das Ergebnis der AfD erwartet.

mehr
Mehr aus Politik
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.
24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

mehr