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Inhaftierter Deutscher in der Türkei freigelassen

Auswärtiges Amt Inhaftierter Deutscher in der Türkei freigelassen

Einer der in der vergangenen Woche in der Türkei festgenommenen Deutschen ist wieder auf freiem Fuß. Der Rechtsanwalt des Inhaftierten habe mitgeteilt, dass sein Mandant ohne Auflagen freigelassen worden sei, erklärte ein Sprecher des Auswärtigen Amts.

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan vor dem Mausoleum von Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk.

Quelle: imago/Depo Photos

Berlin. Der Sprecher des Auswärtigen Amts erklärte , dass deutsche Konsularbeamte noch immer keinen Zugang zu der nun noch einen inhaftierten Person erhalten hätten, obwohl das Wiener Übereinkommen das vorsehe. Nach seinen Angaben haben die beiden Betroffenen ausschließlich die deutsche Staatsangehörigkeit.

Der Sprecher räumte ein, dass die türkischen Behörden noch am Donnerstag über die Festnahme unterrichtet hätten. Am Freitag hatte es noch geheißen, dass die Information über nichtstaatliche Stellen erfolgt sei und nicht – wie in vorherigen Fällen auch – über staatliche.

Am Freitag waren auf dem Flughafen des Urlaubsorts Antalya zwei Deutsche aus politischen Gründen festgenommen worden. Der zweite ist weiterhin in Haft. Insgesamt sitzen damit noch elf Deutsche in türkischen Gefängnissen, denen unter anderem Unterstützung von Terroristen vorgeworfen wird. Sie wurden alle nach dem gescheiterten Putschversuch vor rund einem Jahr festgenommen, darunter der „Welt“-Korrespondent Deniz Yücel, die Journalistin Mesale Tolu und der Menschenrechtsaktivist Peter Steudtner.

Diskussion über Reisewarnung für die Türkei

Die Inhaftierungen sorgen für eine weitere Verschärfung der angespannten Beziehungen Deutschlands zur Türkei. CSU-Chef Horst Seehofer forderte eine offizielle Warnung der Bundesregierung vor Reisen in die Türkei. „Wenn deutsche Staatsbürger ohne nachvollziehbaren Grund verhaftet werden“, sollte die Bundesregierung ihrer Bevölkerung erklären, dass man nicht in die Türkei reisen soll, weil es zu gefährlich sei, sagte der bayerische Ministerpräsident der „Passauer Neuen Presse“.

Die Bundesregierung hatte nach der Inhaftierung des Menschenrechtlers Steudtner Mitte Juli einen Kurswechsel in der Türkei-Politik vorgenommen und die Reisehinweise für das Urlaubsland vieler Deutscher verschärft. Seit den Festnahmen am Freitag werden weitere Reaktionen diskutiert.

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz forderte am Sonntagabend beim TV-Duell überraschend einen Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will beim EU-Gipfel im Oktober mit den anderen Staats- und Regierungschefs darüber beraten, kündigte Regierungssprecher Steffen Seibert an. Für einen Abbruch der Verhandlungen ist ein einstimmiger Beschluss der 28 EU-Mitglieder nötig.

Von RND/dpa

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24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

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