Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Politik Israelische Siedlungen und ihre Bewertungen
Nachrichten Politik Israelische Siedlungen und ihre Bewertungen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:32 15.02.2017
Eine südlich von Bethlehem im Westjordanland gelegene Siedlung. Immer wieder sorgen jüdische Siedlungen auf palästinensischem Gebiet für Konflikte. Quelle: Abed Al Hashlamoun
Anzeige
Tel Aviv

Israel eroberte während des Sechs-Tage-Krieges im Jahr 1967 unter anderem das Westjordanland und Ost-Jerusalem. 1980 annektierte es den arabisch geprägten Teil der Stadt. Das Westjordanland wird heute in weiten Teilen von Israel kontrolliert.

Noch 1967 entstand mit Kfar Etzion südwestlich von Jerusalem die erste Siedlung im Westjordanland. Mittlerweile leben rund 600 000 Menschen in mehr als 200 Siedlungen in Ost-Jerusalem und im Westjordanland.

International werden die Gebiete als besetzt angesehen. Alle Siedlungen sind demnach illegal und gelten als ein Hindernis für eine Zwei-Staaten-Lösung, bei der neben Israel ein unabhängiger Staat Palästina entstehen soll. Die Vereinten Nationen forderten zuletzt im Dezember 2016 mit einer Resolution den sofortigen Stopp des Siedlungsausbaus.

Israel argumentiert, das Gebiet habe bei seiner Eroberung keinem anderen Staat gehört, Jordanien habe es zu der Zeit illegal annektiert gehabt. Daher handele es sich um „umstrittenes“ Gebiet. Viele Siedler berufen sich zudem auf die Bibel und sagen, Gott habe dem Volk Israel das Land als Heimat versprochen.

Israel unterscheidet zwischen Siedlungen, die mit Genehmigung der Regierung entstanden, und wilden Außenposten. Das israelische Parlament hat in der vergangenen Woche ein Gesetz erlassen, um rückwirkend rund 4000 Siedlerwohnungen auf palästinensischem Privatland zu legalisieren. Damit soll die Räumung der Unterkünfte verhindert werden. Die Landbesitzer sollen entschädigt werden.

dpa

Mehr zum Thema

Es läuft nicht rund im Weißen Haus. Donald Trumps Zustimmungswerte sinken weiter. In der Politik wird in solchen Zeiten gern nach Schuldigen gesucht. Sicherheitsberater Michael Flynn ist unter Druck - aber er ist nicht der einzige.

13.02.2017

Noch gar nicht komplett, muss die US-Regierung den ersten Posten schon neu besetzen. Trumps Sicherheitsberater Flynn scheitert an Telefonaten mit Russlands US-Botschafter. In Moskau kommt der Rücktritt nicht gut an. Für Trump „eine Frage des Vertrauens“.

14.02.2017

Eine Präsidentschaft wie im Zeitraffer. Noch keine vier Wochen im Amt, muss Donald Trump einen ersten herben Rücktritt hinnehmen. Der nationale Sicherheitsberater, er kommt seinem Rauswurf zuvor. Aber das ist noch nicht das Ende: Denn wer wusste wann wovon?

14.02.2017

Der Fall liest sich wie ein Agententhriller: Auf den Halbbruder des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un ist womöglich ein Anschlag verübt worden – angeblich wurde ihm ein giftiges Spray ins Gesicht gesprüht. Er starb. Jetzt wird spekuliert, dass der nordkoreanische Geheimdienst in den Fall verwickelt ist. Eine Frau wurde verhaftet.

15.02.2017

Zwischen SPD und CDU fliegen die Fetzen. Die Generalsekretäre Katarina Barley und Peter Tauber stellen sich den Fragen des RND. Es geht um Schmutzkampagnen, Fairness-Abkommen und Grenzen der Auseinandersetzung.

15.02.2017

Wegen Spitzel-Vorwürfen lässt die Bundesanwaltschaft seit dem Morgen die Wohnungen von vier islamischen Geistlichen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz durchsuchen.

15.02.2017
Anzeige