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Italiens Staatspräsident Napolitano will Sorgen zerstreuen

München Italiens Staatspräsident Napolitano will Sorgen zerstreuen

Italiens Staatspräsident Giorgio Napolitano ist bemüht, die internationalen Befürchtungen über eine politische Lähmung seines Landes nach dem Patt bei den Parlamentswahlen zu zerstreuen.

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Joachim Gauck (r) und der italienische Präsident Giorgio Napolitano werden in München von Schulkindern empfangen. Foto: Peter Kneffel

München. „Ich bin ganz heiter“, sagte Napolitano am Dienstag in München zum Ausgang der Abstimmung. Die italienischen Wähler hätten eine souveräne Entscheidung getroffen. „Es sind manchmal kalte Zeiten, und für den Präsidenten eines südlichen Landes wird auch das zu meistern sein“, sagte Napolitano zum Auftakt eines mehrtägigen Staatsbesuchs in Deutschland.

Er sei überzeugt, dass die Regierungsbildung im Interesse des Gemeinwohls gelingen werde. Napolitano versicherte Bundespräsident Joachim Gauck und seinen etwa 100 Zuhörern bei dem Empfang in der Münchner Staatsoper, Italien und Deutschland würden weiter Stützen eines geeinten Europas sein.

Beide Länder seien von Beginn an „Säulen“ der europäischen Einigung gewesen. „Ich fühle mich zutiefst als Freund Deutschlands. Das sage ich von Herzen, aber auch von Verstand.“ Gauck hatte den italienischen Präsidenten am Münchner Flughafen empfangen, das Wachbataillon der Bundeswehr wurde eigens an Bord einer Maschine der französischen Luftwaffe eingeflogen.

Napolitano kam auf Einladung von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) nach München. Ein geplantes Vier-Augen-Gespräch mit Seehofer in der Staatskanzlei an diesem Mittwoch wird jedoch ausfallen. Denn Seehofer will seinerseits nach Italien fliegen, um dem Papst in Rom zum Abschied zu danken. Napolitano würdigte den Papst als „großen Bayern“, „großen Papst und großartigen Mann“.

dpa

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