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Ivanka Trump - Glamouröse Botschafterin des Weißen Hauses

Porträt Ivanka Trump - Glamouröse Botschafterin des Weißen Hauses

Katarina Witt war einst das „schönste Gesicht des Sozialismus“. Wie die DDR mit der Eiskunstläuferin, scheint auch Donald Trump mit seiner Tochter Sympathiepunkte gewinnen zu wollen. Ivanka Trump wird als „gutes Gewissen“ der US-Regierung aufgebaut.

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Ivanka Trump ist das zweitälteste Kind des US-Präsidenten - und liegt Vater Donald zweifellos besonders am Herzen.

Quelle: Michael Kappeler

Washington. Ihr Vater ist nicht besonders populär in den Vereinigten Staaten. In den liberalen Ostküsten-Großstädten wie New York oder Boston schon gar nicht. Ivanka Trump, älteste Tochter des US-Präsidenten Donald Trump, dagegen schon.

Die gut aussehende Blondine ist für die USA eine Art Anti-Trump, ein Korrektiv für den aufbrausenden, knorrigen Präsidenten, eine Stimme, der er Gehör schenkt. Das hat der 35-Jährigen Mutter dreier Kinder inzwischen auch den Einzug ins Weiße Haus und eine gewichtige Rolle in der Außendarstellung der neuen US-Regierung beschert.

Ivanka Trump wuchs als Mitglied der New Yorker Bourgeoisie auf. Geld spielte nie eine Rolle. Als sie 1981 geboren wurde, ließ ihr vermögender Vater gerade den Trump-Tower in New Yorks edler Fifth Avenue bauen. Ihre Freunde tragen Familiennamen wie Bloomberg oder Clinton. Teile ihrer Kindheit verbrachte sie mit der gleichaltrigen Paris Hilton. Auch Wendi Murdoch, Ex-Frau des Medienmoguls Rupert Murdoch, gehört zum engeren Freundeskreis. „Sie wurde zu einer vertrauenswürdigen Ratgeberin in meinem Leben“, sagt die 13 Jahre ältere Murdoch über Ivanka Trump.

Ivanka ist das zweitälteste Kind des US-Präsidenten - und liegt dem Vater zweifellos besonders am Herzen. Wenn sie nicht seine Tochter wäre, würde er mit ihr flirten, sagte er 2006 dem Sender ABC. Wie es heißt, hat die hochgewachsene Blondine auch ganz besonders großen Einfluss. Die Tochter verteidigt den Vater, der Vater die Tochter. „Sie sagt mir immer, was richtig ist“, sagte Trump einmal auf offener Bühne. Ivanka Trump gilt ein wenig als gutes Gewissen des Präsidenten - zumindest soll das nach außen so erscheinen. Angeblich habe sie auf ihn eingewirkt, nicht aus dem Pariser Klimaschutzabkommen auszutreten.

Ivanka stammt aus der ersten Ehe Trumps mit dem Ex-Model Ivana, sie wurde am 30. Oktober 1981 in Manhattan geboren. Die Schlagzeilen über die turbulente Beziehung ihrer Eltern und dann die Scheidung, als sie gerade zehn war, haben sie frühzeitig ins Rampenlicht gerückt. Nach einem Ausflug auf den Laufsteg als Teenager wandte sich Ivanka einer Karriere als Geschäftsfrau zu. Ihren Bachelor-Abschluss hatte sie mit summa cum laude bestanden.

Nach zwei Jahren bei einem Immobilienunternehmen stieg sie in die Trump Organization ihres Vaters ein und zu einer Vizepräsidentin des Firmenimperiums auf. Daneben betrieb die glamouröse Ivanka eine eigene Modefirma und Schmucklinie, deren Management sie aber nach Aufnahme ihrer Beratertätigkeit abgeben musste.

Als ihr Vater 2015 seine Präsidentschaftskandidatur erklärte, wurde sie eine seiner wichtigsten Wahlkämpferinnen. Sie unterstützte ihn ohne Wenn und Aber, auch als ein altes Video auftauchte, in dem sich Donald Trump anzüglich über Frauen äußerte.

Spielte Ivanka nach dem Wahlsieg ihres Vaters schon im Übergangsteam hinter den Kulissen eine große Rolle, gelten sie und ihr Ehemann Jared Kushner - ebenfalls ein Topberater Trumps - heute als „Power-Paar“ im Weißen Haus. Ivanka Trump saß neben Angela Merkel, als diese zu Besuch war. Für den chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping sangen ihre Kinder in Florida ein Ständchen.

Viele Amerikaner sehen das kritisch. Der Aufstieg von Familienmitgliedern in höchste Regierungskreise gehört nach US-Lesart eher in Diktaturen. Amerikaner sehen Leistung, nicht die Geburt, als Kriterium für berufliche Weihen.

Trump und Kushner heirateten 2009 - nachdem die Eheschließung aus religiösen Gründen zuvor zum Problem für die Beziehung geworden war. Kushner ist orthodoxer Jude, Ivanka trat vor der Hochzeit auch auf Drängen ihrer Schwiegereltern zum jüdischen Glauben über - eine Entscheidung, die sie als eine der besten ihres Lebens bezeichnete.

Im Weißen Haus nimmt Ivanka eine Sonderrolle ein - mit ihrem Beratervertrag und dem Ehemann als Chefberater ist sie eine Art „First Lady Plus“. Die eigentliche First Lady, Stiefmutter Melania, hat sie längst ausgestochen. Den beiden Frauen wird ein eher frostiges Verhältnis nachgesagt.

dpa

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