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Politik Jeder Achte stirbt an schlechter Luft
Nachrichten Politik Jeder Achte stirbt an schlechter Luft
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00:00 26.03.2014

In den aufstrebenden Regionen der Welt wuchern immer neue Megacities. Oft zahlen die Bewohner einen hohen Preis: Sieben Millionen Todesfälle jährlich gehen insgesamt auf Luftverschmutzung zurück, schätzt die Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Die Skyline ist im Dunst kaum mehr zu erkennen, Passanten versuchen sich mit Atemmasken zu schützen: Peking ist mit seinem immer wiederkehrenden Smog zum Symbol für Luftverschmutzung geworden. Die chinesische Hauptstadt sei „für Menschen nahezu unbewohnbar“, urteilten Wissenschaftler des Landes in einer kürzlich veröffentlichten Studie.

Etwa drei Viertel der Smog-Todesfälle weltweit entfallen auf China und Indien, berichtet die WHO in einer aktuellen Analyse. Demnach sterben jährlich insgesamt etwa sieben Millionen Menschen infolge der Luftverschmutzung. Sie ist damit das größte auf Umweltfaktoren beruhende Gesundheitsrisiko: Jeder achte Todesfall weltweit gehe auf Smog in der Umwelt und in Innenräumen zurück.

„In Asien ist es allgemein schlimm mit dem Smog, aber China ist schon Weltmeister in der Hinsicht“, sagt Jos Lelieveld, Direktor am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz. Mit dem rasanten wirtschaftlichen Aufschwung in den 1990er Jahren habe in China auch die Luftverschmutzung enorm zugenommen. In den vergangenen zehn Jahren sei das Plus zwar nicht mehr so extrem gewesen. „Aber einen Zuwachs gibt es immer noch.“

Verheerende Smogphasen seien im Norden Chinas auf viele Jahre zu erwarten. „China bekommt das Problem nur schwer in den Griff“, erklärt der Atmosphärenchemiker. Filteranlagen und Einschränkungen des Schadstoffausstoßes auch bei Privathaushalten wären dringend notwendig. China ist der größte Kohleproduzent und -verbraucher weltweit. Etwa 70 Prozent des Energieverbrauchs werden damit gedeckt. Ein anderes Problem: der Verkehr. Die Fahrzeuge seien in China zwar modern, ihre Zahl sei aber binnen kürzester Zeit enorm gestiegen, und es gebe viele Staus, sagt Lelieveld. In Indien seien im Jahr 2003 viele alte Lastwagen und Krafträder aus dem Verkehr gezogen worden. „Das hat ein bisschen was gebracht, inzwischen ist der Effekt aber verpufft.“



OZ

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