Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Jetzt sollen die V-Mann-Führer befragt werden

Berliner Attentäter Anis Amri Jetzt sollen die V-Mann-Führer befragt werden

Der Terrorfall Anis Amri beschäftigt erneut einen Untersuchungsausschuss des Düsseldorfer Landtags. Gleichzeitig ergaben Medienrecherchen, dass der vom Landeskriminalamt NRW geführte Informant in der Islamistengruppe um Amri selbst zu Anschlägen aufgefordert haben könnte. Das interessiert auch das Berliner Untersuchungsgremium.

Voriger Artikel
Besetzung der großen Jamaika-Verhandlungsrunde
Nächster Artikel
EU bleibt beim Brexit hart

Attentäter Amri

Quelle: German Federal Police

Berlin. Der Vorsitzende des Amri-Untersuchungsausschusses des Berliner Abgeordnetenhauses, Burkard Dregger (CDU), will nach den neuen Enthüllungen im Fall des Attentäters vom Berliner Breitscheidplatz, Anis Amri, in seinem Gremium dafür werben, die Behörden in Nordrhein-Westfalen um Amtshilfe zu bitten. „Der frühere V-Mann wird ja vor möglichen Racheakten geschützt. Wir sollten deshalb anfangen, mit seinen Führungsleuten aus dem Landeskriminalamt in NRW reden. Es muss jetzt dringend geklärt werden, ob der V-Mann Amri zu dem Anschlag gedrängt hat oder ob er sich geäußert hat, wie es in dieser Szene üblich ist“, sagte Dregger dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) am Freitag. Die Chancen, die Düsseldorfer LKA-Beamten im Berliner Untersuchungsausschuss zu befragen, hält Dregger jedoch für gering. „Zwangsmittel können wir keine anwenden.“ Nach jüngsten Medienberichten soll der vom LKA NRW geführte Informant in der Islamistengruppe um Amri möglicherweise selbst zu Anschlägen mit Lkw aufgefordert haben. Bei dem Anschlag auf einem Berliner Weihnachtsmarkt starben am 19. Dezember letzten Jahres 12 Menschen.

Linken-Innenexperte André Hahn, der im Parlamentarischen Kontrollgremium des Bundestags für die Nachrichtendienste des Bundes sitzt, spricht von einer „neuen Dimension“ des Falls Amri und fordert die Justiz zum Handeln auf. „Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen hat jetzt die Pflicht, alle Informationen auf den Tisch zu legen. Wer in diesem Fall auf Quellen- oder Informantenschutz pocht, der schützt Täter. Hier muss die Staatsanwaltschaft tätig werden“, sagte Hahn dem RND. Er fordert die Abschaffung des V-Leute-Systems bei Behörden. „Niemand zieht hier für V-Leute rote Linien, geschweige denn kontrolliert deren Einhaltung.“

Von Thoralf Cleven

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.
24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

mehr