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Kein Ende des Flüchtlingszustroms in Griechenland

Athen Kein Ende des Flüchtlingszustroms in Griechenland

Nach Angaben der griechischen Behörden sind in den vergangenen 24 Stunden insgesamt 1110 Flüchtlinge nach Mazedonien ausgereist.

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Trotz schlechten Wetters ist der Zustrom von Flüchtlingen an die Küste Griechenlands nicht zum Erliegen gekommen.

Quelle: Yannis Kolesidis

Athen. Nach Angaben der griechischen Behörden sind in den vergangenen 24 Stunden insgesamt 1110 Flüchtlinge nach Mazedonien ausgereist. Zugleich hätten aber 7000 neue Migranten die Inseln der Ostägäis erreicht.

Schlepperbanden hatten die Menschen aus der Türkei zu den griechischen Inseln gebracht. Mazedonien als erstes Land auf der Balkanroute Richtung Norden lässt aber nur noch Syrer und Iraker über die Grenze und das auch nur langsam. Entlastung könnte der Nato-Einsatz in der Ägäis bringen, der den Schleusern einen Strich durch die Rechnung machen soll.

Die Bündnisstaaten hatten sich in der Nacht zu Donnerstag auf die Richtlinien für die Beobachtung der türkischen und griechischen Seegebiete geeinigt. Zudem legten sie fest, dass der unter deutscher Führung stehende Nato-Marineverband SNMG 2 aus Seenot gerettete Flüchtlinge in der Regel in die Türkei zurückbringt. Dies war bisher unklar. Damit hofft die Nato, Migranten jeden Anreiz zu nehmen, sich auf die gefährliche Überfahrt zu begeben und damit auch das Geschäftsmodell der Schlepper zu zerstören.

Viele Afghanen, die von Mazedonien abgewiesen wurden, verbrachten die Nacht auf zwei Plätzen im Zentrum Athens. Dort werden Kontakte mit Schleusern geknüpft, die den verzweifelten Menschen neue Routen für die Reise nach Mitteleuropa versprächen, berichteten griechische Medien übereinstimmend. Die neuen „Tarife“ für Alternativwege über Albanien oder sogar versteckt in Containern an Bord von Fähren nach Italien lägen zwischen 2500 und 3000 Euro pro Kopf, sagten Migranten Reportern vor Ort.

Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras hatte am Mittwochabend gewarnt, Athen werde politische Beschlüsse der EU blockieren, bis die vereinbarte Verteilung von Flüchtlingen auf die Mitgliedstaaten umgesetzt werde. Tsipras nannte es zudem eine „Schande“, dass Österreich und weitere Länder der Westbalkan-Konferenz am Mittwoch in Wien eine Konferenz zur Asylpolitik abgehalten haben - außerhalb des EU-Rahmens und ohne griechische Beteiligung.

 


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dpa

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