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Keine große AfD-Austrittswelle nach Petrys Abgang

Warten auf «Alternative Mitte» Keine große AfD-Austrittswelle nach Petrys Abgang

Nach dem Paukenschlag von Frauke Petry rumort es in einigen Landesverbänden der AfD. Spannend dürfte ein Treffen der sogenannten Moderaten in der AfD nächste Woche werden.

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Aus der AfD-Fraktion in Mecklenburg-Vorpommern ausgetreten: Ralf Borschke, Matthias Manthei, Bernhard Wildt und Christel Weißig.

Quelle: Daniel Bockwoldt

Schwerin/Berlin. Frauke Petrys Abkehr von der AfD hat zu Verwerfungen in mehreren Landesverbänden der Partei geführt. Größere Absetzbewegungen sind aber bislang ausgeblieben.

Am Donnerstag legte der Co-Landesvorsitzende der AfD in Mecklenburg-Vorpommern, Bernhard Wildt, sein Amt nieder. Er kündigte an, er werde die Partei bald verlassen. „Ich habe meine Entscheidung getroffen und werde dies in Kürze auch der Landespartei schriftlich mitteilen“, sagte Wildt in Schwerin. Als Grund gab er mangelnde Distanz der AfD zu Gewalt und Rechtsradikalismus sowie fehlende Gesprächsbereitschaft großer Teile der Partei an.

Zu Wochenbeginn hatten sich in Schwerin bereits vier AfD-Landtagsabgeordnete von der Fraktion abgespalten und die neue Fraktion Bürger für Mecklenburg-Vorpommern gegründeten. Neben Wildt gehören ihr Matthias Manthei, Christel Weißig und Ralf Borschke an. Damit verbleiben 13 Abgeordnete in der AfD-Fraktion. Am vergangenen Montag hatte AfD-Bundeschefin Frauke Petry erklärt, nicht der neuen Bundestagsfraktion angehören zu wollen. Am Dienstag kündigte sie auch ihren Parteiaustritt an.

Der verbleibende AfD-Landeschef Leif-Erik Holm begrüßte Wildts Ankündigung. Er sagte: „Nach der verantwortungslosen Abspaltung im Zuge der konzertierten Petry-Aktion war der Verbleib in der AfD weder Wählern noch Mitgliedern zu vermitteln.“

Manthei beklagte: „Wir sind angetreten, um Veränderungen zu bewirken. Jetzt aber führen Radikale das Wort, die keinerlei Kompromisse eingehen“. Auch liege der Fokus fast ausschließlich auf dem Thema Zuwanderung - „es geht aber nicht jeden Tag um die Rettung des Abendlandes“.

Petry und ihr Ehemann, der nordrhein-westfälische AfD-Fraktionschef Marcus Pretzell, hatten angekündigt, der Partei den Rücken zu kehren - ohne sich jedoch aus der Politik zurückzuziehen. In NRW verlässt neben Pretzell auch Alexander Langguth die Landtagsfraktion, die damit noch 14 Parlamentarier umfasst. In Sachsen verabschiedeten sich außer Petry noch zwei weitere Abgeordnete aus der Landtagsfraktion der AfD. Aus der neu gebildeten AfD-Bundestagsfraktion ist bisher noch niemand anders ausgeschert.

Interessant dürfte in diesem Zusammenhang auch das für kommenden Dienstag geplante erste bundesweite Treffen der „Alternativen Mitte“ im bayerischen Tettau sein. Diese als Gegengewicht zum rechtsnationalen „Flügel“ gegründete Strömung innerhalb der AfD hatte zwar die Forderung Petrys nach einem „realpolitischen Kurs“ unterstützt, ihren Abgang jetzt aber kritisiert.

Nach Angaben von Bundesvorstandsmitglied Dirk Driesang sind als Redner bei dem Treffen die Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Alice Weidel, Partei-Vize Beatrix von Storch und der ehemalige AfD-Parteichef Konrad Adam vorgesehen. Darüber hatte die „Thüringer Allgemeine“ zuerst berichtet.

dpa

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Dresden

Die AfD-Bundesvorsitzende Frauke Petry wird aus ihrer Partei austreten. Das sagte sie in Dresden, allerdings ohne einen genauen Zeitpunkt zu nennen.

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