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Politik Kinderporno-Verdacht gegen Mitarbeiter des Bistums Limburg
Nachrichten Politik Kinderporno-Verdacht gegen Mitarbeiter des Bistums Limburg
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18:13 09.02.2017
Es sind Datenträger sichergestellt worden. Quelle: Arne Dedert
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Limburg

Wieder Wirbel im katholischen Bistum Limburg: Ein Mitarbeiter steht im Verdacht, Kinderpornografie besessen zu haben. Der Mann wurde vom Dienst freigestellt, wie Bistumssprecher Stephan Schnelle sagte.

In welcher Funktion der Verdächtige tätig war, sagte er nicht. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt teilte mit, es habe bei dem Mitarbeiter am 1. Februar eine Durchsuchung gegeben. Dabei stellten die Ermittler Datenträger sicher. „Das Bistum hat die Ermittlungen aktiv unterstützt“, betonte die Behörde.

Das Bistum prüft überdies, ob es auch Missbrauchsopfer in der Diözese gibt. Der Mann hat früher auch mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet.

2010 hatte ein Skandal um den jahrzehntelangen sexuellen Missbrauch vieler Kinder und Jugendlicher in Einrichtungen der katholischen Kirche ganz Deutschland erschüttert.

Das Bistum Limburg war in den vergangenen Jahren immer wieder in die Schlagzeilen geraten, unter anderem wegen der hohen Kosten für den neuen Bischofssitz. Der frühere Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst war unter anderem deswegen im März 2014 abberufen worden. Seit September ist Georg Bätzing neuer Bischof.

Er sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Vorwürfe müssten nun untersucht werden. „Uns ist daran gelegen, dass das aufgeklärt wird, das ist das Allererste. Die Schlagzeile, die diese Verbindung herstellt, beunruhigt sehr.“ Er informierte den Missbrauchsbeauftragten der Bischofskonferenz, den Trierer Bischof Stephan Ackermann.

Bistumssprecher Schnelle wies darauf hin, dass die Unschuldsvermutung gelte. Der Mitarbeiter bleibe so lange freigestellt, bis die Vorwürfe geklärt seien.

Zuerst hatte die „Frankfurter Neue Presse“ (FNP) darüber berichtet. Dem Blatt zufolge wurden nach wochenlangen verdeckten Ermittlungen Büros sowie eine Wohnung in Limburg durchsucht. Dabei sei auf Rechnern und elektronischen Speichermedien wie USB-Sticks belastendes Material gefunden worden.

dpa

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