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Politik „Kosovo ist ein Teil Serbiens“
Nachrichten Politik „Kosovo ist ein Teil Serbiens“
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13:01 11.02.2018
Heinz-Christian Strache sieht das Kosovo als Teil Serbiens. Quelle: imago/SKATA
Belgrad

„Die Anerkennung des Kosovos vonseiten Österreichs haben wir heftig kritisiert, aber diese Tatsache kann man jetzt nicht mehr ändern“, sagte er der Belgrader Regierungszeitung „Politika“.

Demgegenüber will die EU den Beitrittskandidaten Serbien dazu bringen, das fast nur noch von Albanern bewohnte und seit zehn Jahren unabhängige Kosovo als selbstständigen Nachbarstaat zu betrachten. Auch wenn Brüssel nicht die formale diplomatische Anerkennung verlangt, so muss Serbien vor seinem für 2025 geplanten EU-Beitritt einen „rechtsverbindlichen Vertrag“ schließen, damit der jüngste Staat Europas in alle internationalen Organisationen aufgenommen werden kann.

Serbiens Präsident bereitet Volk auf EU-Beitritt vor

Serbiens Präsident Aleksandar Vucic hatte seine Landsleute am Mittwoch bereits auf schwere Entscheidungen vorbereitet, mit denen der für 2025 angestrebte EU-Beitritt dieses Balkanlandes ermöglicht werden soll. „Um eine Zukunft in Europa zu sehen, müssen wir einen gewissen Preis aus der Vergangenheit zahlen“, sagte Vucic am Mittwoch in Belgrad bei einem Besuch des EU-Erweiterungskommissars Johannes Hahn. „Über solch schwere Fragen müssen die Bürger entscheiden“, sagte der Präsident mit Blick auf das vor zehn Jahren von Serbien abgefallene und fast nur noch von Albanern bewohnte Kosovo.

Am Dienstag hatte die EU-Kommission ihre Vorstellungen für die Erweiterung um sechs Balkanländer vorgestellt, von denen Serbien und Montenegro in den Verhandlungen am weitesten fortgeschritten sind. Als eine der wichtigsten Voraussetzungen für Serbien wurde die Aussöhnung mit dem benachbarten Kosovo genannt. Die EU vermittelt seit vielen Jahren weitgehend ohne größeren Erfolg zwischen beiden Ländern. Vucic hatte schon vor Monaten angekündigt, er werde Vorschläge zur Lösung des jahrzehntealten Kosovo-Konflikts unterbreiten. Die Serben sehen im Kosovo mit seinen mittelalterlichen Klöstern und Schlachtfeldern „das Herz Serbiens“ und wollen es wieder zurückhaben.

NATO-Bomben hatten 1999 serbisches Militär und Freiwillige aus dem Kosovo vertrieben, nachdem bis zu 800.000 Albaner ihre Heimat hatten verlassen müssen. Die 2008 ausgerufene Unabhängigkeit haben bisher über 110 Staaten anerkannt. Serbien will dagegen seinen früheren Landesteil wieder zurückhaben. Strache kommt am Montag zu Gesprächen mit der Regierung nach Belgrad.

Von RND/krö/dpa

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