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Nachrichten Politik Kurden als Bastion gegen IS
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00:00 13.01.2015
Erbil

Die Kurden im Nordirak fordern mehr deutsche Waffen für ihren Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer  Staat (IS). „Wenn wir den Kampf gegen den IS nicht fortführen, dann werden Attentate wie in Frankreich täglich wiederholt“, sagte der kurdische Generalmajor Asis Wejsi gestern bei einem Besuch von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen in einem Peschmerga-Camp nahe Erbil. Die bisherige Unterstützung sei nur ein „Tropfen im Meer“.

Die Ministerin zeigte sich für weitere Lieferungen offen. Auch die SPD-Verteidigungsexperten signalisierten schon mal Zustimmung. Deutschland hat bereits mit Waffen im Wert von 70 Millionen Euro etwa 10000 Peschmerga-Kämpfer ausgerüstet. Die Kurden fordern vor allem mehr panzerbrechende Waffen, Minenräumgeräte und Munition.

Von der Leyen will das nun prüfen und innerhalb der Bundesregierung abstimmen. „Wir wissen, dass die Peschmerga nicht nur für ihr Land einstehen, sondern für uns alle einstehen“, sagte sie. „Ich glaube, es ist richtig, mit großer Aufmerksamkeit hier die Unterstützung sehr klug auch weiter einzusetzen.“

Die Waffenlieferungen an die Kurden sind hochumstritten, weil sie gegen den bisherigen in der deutschen Politik festgezurrten Grundsatz verstoßen, keine Waffen in Krisengebiete zu liefern.

Nur für Israel wird schon lange eine Ausnahme gemacht. 

Indes hat eine Hackergruppe, die sich auf den IS beruft, ein Twitter-Konto des US-Militärs gekapert und US-Dokumente veröffentlicht. Betroffen von der Cyberattacke auf den Onlinedienst war das US-Militärkommando Centcom, das den Einsatz gegen den IS im Irak und in Syrien steuert. „Der IS ist schon hier, wir sind in Euren Computern, in jedem Militärstützpunkt“, schrieben die mutmaßlichen Dschihadisten auf dem Twitter-Konto des Centcom. Die Hacker bezeichneten sich als „Cyber-Kalifat“ und stellten vertrauliche Dokumente der US-Armee online.



OZ

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