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Politik Seehofer fühlt sich vor Bayernwahl „pudelwohl“
Nachrichten Politik Seehofer fühlt sich vor Bayernwahl „pudelwohl“
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14:29 11.10.2018
Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat Horst Seehofer. Quelle: imago/Metodi Popow
Berlin

Die Umfragewerte der CSU sinken immer weiter. Das Wahldebakel scheint nicht mehr abwendbar. Parteichef Horst Seehofer und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder haben bereits im Vorfeld klar gemacht: Keiner von beiden will für die nach derzeitigem Stand schlechten Wahlergebnisse am Sonntag verantwortlich sein.

Die Frage, die auf der Hand liegt: Wie würde sich ein schlechtes Abschneiden der CSU auf den Chef der Partei auswirken. Wird Horst Seehofer auch nach der Wahl in seinem Amt als Bundesinnenminister bleiben? In der jüngsten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für die „Augsburger Allgemeine“ kam die bisher allein regierende CSU nur noch auf 32,9 Prozent.

„Was das Leben noch bringt, wissen wir beide nicht“

Am Donnerstag gab sich Seehofer sichtlich Mühe, Spekulationen über seine politische Zukunft zu zerstreuen. In der Bundespressekonferenz sagte er auf die Frage, ob er nach der bayerischen Landtagswahl noch Bundesinnenminister sei: „Ich fühle mich pudelwohl.“ Typisch Seehofer fügte er nach einer kurzen Pause lächelnd hinzu: „Was das Leben noch bringt, wissen wir beide nicht.“

Seehofer stellte in der Bundespressekonferenz den Lagebericht des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor. Das BSI ist zuständig für die Abwehr von Cyberangriffen und berät Verbände und Unternehmen.

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Einer neuen Umfrage zufolge ist jeder zweite Wahlberechtigte noch unentschlossen. In einer am Donnerstag veröffentlichten Erhebung des Instituts GMS gaben 53 Prozent an, ihre Wahlteilnahme oder Wahlabsicht sei noch unsicher. Der Anteil ist im Vergleich zu den vergangenen Wochen sogar leicht gestiegen. Die Umfrage wurde im Auftrag von „17:30 Sat.1 Bayern“ gemacht.

Gespalten sind die Bayern darin, welche Koalition besser wäre, sollte das Wahlergebnis Zweierbündnisse ermöglichen. 37 Prozent wären dann im Zweifel für Schwarz-Grün, 33 Prozent für eine Koalition von CSU und Freien Wählern. Von den CSU-Anhängern sind demnach 40 Prozent für eine Koalition mit den Freien Wählern, 38 Prozent für eine mit den Grünen.

Seehofers Verhalten spielt für viele Rolle bei Wahlentscheidung

Nach wie vor geben viele Befragte an, dass die Bundespolitik bei der Wahlentscheidung eine große Rolle für sie spiele: 43 Prozent nannten auf eine entsprechende Frage die Bundespolitik, 52 Prozent die Landespolitik.

Und fast jeder Zweite gab auch an, das Verhalten der CSU und von Parteichef Horst Seehofer in der Bundesregierung spiele für ihn eine Rolle bei der Wahlentscheidung. 19 Prozent nannten dies sogar „ganz entscheidend“, weitere 26 Prozent sagten „sehr wichtig“.

Das Hamburger Institut GMS hatte zwischen dem 4. und 10. Oktober 1007 Wahlberechtigte in Bayern telefonisch befragt.

Von RND/dpa/ngo/köp

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