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Nachrichten Politik Linke sieht Chance für neue Russland-Politik
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17:29 10.05.2018
Sahra Wagenknecht, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag, setzt auf engere Beziehungen zu Russland. Quelle: dpa
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Berlin

Linke-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht fordert vor dem Hintergrund des einseitigen Ausstiegs der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran ein Umdenken im Verhältnis zu Russland. „Eine Verbesserung wäre im europäischen Interesse. Die USA haben eine Zusammenarbeit zwischen Europa und Russland immer zu verhindern versucht. Dabei geht es auch um handfeste wirtschaftliche Interessen“, sagte die Linke-Politikerin dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND/Freitag).

„Das Atomabkommen mit dem Iran sowie gute Handelsbeziehungen zu Russland nützen der europäischen Wirtschaft. Abgesehen davon, dass Europa direkt betroffen ist, wenn die Konflikte im Nahen Osten eskalieren“, sagte Wagenknecht. „Die USA sind weit weg. Es gibt also genügend Gründe für uns Europäer, die Eiszeit mit Russland zu beenden.“

Wagenknecht erinnert Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD), der in Moskau Gespräche geführt hat, an die Ostpolitik des früheren Bundeskanzlers und SPD-Chefs Willy Brandt. „Aber dass Maas dieses Erbe der Entspannungspolitik jetzt völlig entsorgen möchte, ist erschreckend. Ich hoffe, dass der innerparteiliche Druck stark genug ist, Maas zum Einlenken zu bringen“, so Wagenknecht gegenüber dem RND.

Von Thoralf Cleven / RND

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