Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 2 ° Schneeregen

Navigation:
Linke steht mit Forderung nach 10 Euro Mindestlohn allein

Berlin Linke steht mit Forderung nach 10 Euro Mindestlohn allein

Die Linksfraktion steht mit ihrer Forderung nach einem Mindestlohn von zehn Euro in der Stunde allein. Dies wurde im Bundestag deutlich.

Voriger Artikel
Etappensieg für Demonstranten: Wahl in Thailand ungültig
Nächster Artikel
EU-Gipfel beendet

Abgeordnete stimmen in Berlin während einer Sitzung des Bundestages ab. Foto: Maurizio Gambarini

Berlin. Die Linksfraktion steht mit ihrer Forderung nach einem Mindestlohn von zehn Euro in der Stunde allein. Dies wurde im Bundestag deutlich. Redner von Union, SPD und Grünen sprachen sich gegen den Antrag der Linken aus.

Die Grünen zeigten sich mit dem Mindestlohn-Entwurf von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) jedoch auch nicht zufrieden. Der sieht eine gesetzliche Lohnuntergrenze von 8,50 Euro vor, mit Ausnahmen für Jugendliche unter 18 Jahren und für Langzeitarbeitslose.

Linken-Vizefraktionschef Klaus Ernst kritisierte den Nahles-Entwurf gundsätzlich und im Detail: 8,50 Euro seien schon heute zu niedrig, und wenn die Lohnuntergrenze 2018 wie geplant zum ersten Mal erhöht werden solle, sei er durch Inflation nur noch 7,38 Euro wert. „Wir brauchen zehn Euro sofort“, rief Ernst aus. „Geben Sie sich doch mal einen Ruck und knausern Sie doch an diesem Lohn nicht so rum.“ Die Ausnahmen für junge Leute unter 18 und für Langzeitarbeitslose lehnt die Linke ab.

Redner der großen Koalition verteidigten den Entwurf als ersten Schritt oder als großen Erfolg, der Millionen vollzeitbeschäftigten Niedrigverdienern künftig ein besseres Leben unabhängig von staatlicher Unterstützung ermögliche.

Für die SPD sagte die Abgeordnete Kerstin Griese, die 8,50 Euro seien der Vorschlag des Deutschen Gewerkschaftsbundes. „Ein reiner Überbietungswettbewerb hilft weder den Menschen noch dem Arbeitsmarkt“, sagte sie mit einem Seitenhieb auf den Antrag der Linken. Keine Branche werden vom Mindestlohn ausgenommen.

Der arbeitsmarktpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Karl Schiewerling (CDU), mahnte noch Gesprächsbedarf bei der Altersgrenze von 18 Jahren an. „Wir gehen das noch vernünftig miteinander an“, sagte er unter Hinweis darauf, dass junge Leute bei Beginn ihrer Ausbildung fast 20 Jahre alt seien.

Für die Grünen distanzierte sich deren arbeitsmarktpolitische Sprecherin Brigitte Pothmer sowohl von der Zehn-Euro-Forderung der Linken als auch von Details im Nahles-Entwurf. Es gebe noch viele Baustellen, etwa bei den Ausnahmen für Jugendliche und Langzeitarbeitslose. Letztere müssten „sofort vom Tisch“.



dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.
24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

mehr