Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Politik Marcus Pretzell verlässt AfD: umstritten von Anfang an
Nachrichten Politik Marcus Pretzell verlässt AfD: umstritten von Anfang an
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:32 26.09.2017
Marcus Pretzell verlässt den Düsseldorfer Landtag. Quelle: Federico Gambarini
Anzeige
Düsseldorf

Mit Marcus Pretzell verliert die AfD in Nordrhein-Westfalen ihren prominentesten Politiker. Der 44 Jahre alte Ehemann von Noch-AfD-Bundeschefin Frauke Petry war auch in NRW von Anfang an umstritten.

Als Vorsitzender der Landes-AfD mit rund 4500 Mitgliedern schaffte er es nur knapp, zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl im Mai gekürt zu werden. Die AfD erreichte 7,4 Prozent, Pretzell wurde Fraktionschef im Landtag.

Dort provozierte Pretzell, als er bei der Wahl von Armin Laschet (CDU) zum Ministerpräsidenten mit seiner gesamten Fraktion ungültige Stimmen abgab. Im Parlament scheiterte der Jurist, als die anderen Fraktionen der AfD den geforderten Platz im Präsidium verweigerten. Pretzell bemühte sich dann in ersten Anträgen im Landesparlament um gemäßigt-bürgerliches Auftreten.

Als scharfer innerparteilicher Gegner in NRW setzte vor allem der Co-Landesvorsitzende Martin Renner Pretzell unter Druck. Renner wird dem Rechtsaußen-Flügel der AfD zugeordnet, Pretzell wollte einen realpolitschen Kurs einschlagen. Noch am Montag hatte er seiner Partei geraten, so schnell wie möglich Teil einer Regierung zu werden. „Unser Land verändern wir nicht aus der Opposition heraus“, sagte er im WDR-Radio.

Noch ist Pretzell Abgeordneter des EU-Parlaments. Er hatte bislang angekündigt, er wolle das EU-Mandat nach der Bundestagswahl niederlegen. Große Empörung hatte der AfD-Politiker 2015 im Zusammenhang mit der Flüchtlingsdebatte ausgelöst, als er sagte, im Falle eines gewaltsamen Grenzübertritts sei Schusswaffengebrauch als „Ultima Ratio“ gerechtfertigt. Petry und Pretzell hatten kurz vor der NRW-Wahl einen Sohn bekommen.

dpa

Politik Steigende Verfahrensdauern - Richterbund fordert Strafprozessreform

Der Deutsche Richterbund fordert angesichts ständig steigender Verfahrensdauern eine Reform des Strafprozessrechts. Unter anderem sollen Gerichte die Zahl der Nebenklage-Vertreter begrenzen können. Diese Forderung war unter anderem beim NSU-Prozess in München aufgekommen.

26.09.2017

Knien als Zeichen des aufrechten Gangs: Der Streit um den Hymnen-Protest in der amerikanischen Football-Liga NFL und der Basketball-Liga NBA eskaliert. Präsident Trump hatte die Besitzer der Teams aufgefordert, politische Kundgebungen bei der Hymne mit Kündigung zu bestrafen – jetzt kniet die halbe Liga.

26.09.2017

Die stellvertretende Parteivorsitzende aus Mecklenburg-Vorpommern über den Schock nach der Wahl, die Lehren aus der Niederlage und darüber, was sich in der SPD jetzt ändern muss. Sechs Fragen – sechs Antworten.

26.09.2017
Anzeige