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04:16 12.07.2013
Von Gabi Stief
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU)

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) lässt Eltern hoffen: Nach den jüngsten Zahlen aus den Bundesländern übertrifft das Angebot an neuen Kita-Plätzen für Kinder unter drei Jahren gut zwei Wochen vor Inkrafttreten des Rechtsanspruchs den ursprünglich veranschlagten Bedarf.

Rund 800 000 Plätze stehen laut Ministerium bundesweit zur Verfügung; einschließlich etwa 90 000 Plätzen, die bewilligt, aber noch nicht eingerichtet sind. 2007 zum Start der ehrgeizigen Ausbaupläne hatten sich Bund, Länder und Kommunen auf eine Zielmarke von 750 000 verständigt. Zwischenzeitlich wurde der Bedarf auf 780 000 erhöht, was eine bundesweite Betreuungsquote von 39 Prozent wäre.

Die Zahl der Kleinkinder unter drei Jahren, die in schleswig-holsteinischen Kindertageseinrichtungen betreut werden, ist gegenüber dem Vorjahr um 6,8 Prozent gestiegen. In Mecklenburg-Vorpommern — wo die Betreuungsquote schon sehr hoch ist — stieg die Zahl leicht um 0,8 Prozent.

Fast täglich werde derzeit irgendwo eine Kita-Gruppe neu gegründet, sagte Ministerin Schröder. Angesichts der guten Bilanz rechne sie nicht mit einer Klagewelle, weil Eltern keinen Platz für ihr Kind in einer Einrichtung oder bei einer Tagesmutter finden und sich auf ihren Rechtsanspruch berufen. Schröder räumte ein, dass es in Großstädten, vor allem in Universitätsstädten, noch eng werden könnte. Dort rechne man damit, dass für etwa 50 Prozent der Kleinkinder ein Platz gesucht werde. In ländlichen Regionen wird die Quote dagegen auf unter 30 Prozent geschätzt.

SPD und Grüne schlossen sich dem Lob der Ministerin im Grundsatz an. Länder und Kommunen hätten in den vergangenen Jahren Enormes geleistet, um das Förderangebot für Kinder unter drei Jahren zu verbessern, sagte die SPD-Abgeordnete Caren Marks. Allerdings gebe es noch Nachholbedarf bei der Qualität der Einrichtungen. In einigen Regionen mangele es zudem an Erzieherinnen. Ähnliche Bedenken äußerte der Städtetag.

Gabi Stief

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