Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 6 ° Regenschauer

Navigation:
Merkel: Deutschland muss Integrationsland werden

Nürnberg Merkel: Deutschland muss Integrationsland werden

Deutschland muss nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Zuwanderer stärker als bisher integrieren.„Es reicht nicht aus, ein Land zu sein mit einer hohen Migrationsquote, sondern wir müssen auch zu einem Integrationsland werden“, sagte Merkel bei einem Festakt zum 60-jährigen Bestehen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) am Mittwoch in Nürnberg.

Voriger Artikel
Merkel: Deutschland auf dem Weg zum Integrationsland
Nächster Artikel
Geldgeber: Zyprischer Bankensektor könnte mehr Geld benötigen

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht während des Festaktes zum 60-jährigen Bestehen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Nürnberg. Foto: David Ebener

Nürnberg. . Integration stärke nicht nur den gesellschaftlichen Zusammenhalt. „Zunehmende Vielfalt bedeutet auch eine Bereicherung“, unterstrich die Kanzlerin vor mehreren hundert Zuhörern.

Nach ihren Angaben leben derzeit in Deutschland rund 16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. „Für viele der Zuwanderer ist der Aufenthalt in Deutschland kein vorübergehendes Phänomen, wie wir das manchmal glaubten, sondern dauerhafte Realität.“ Die Integrationsanstrengungen müssten daher nach Merkels Einschätzung verstärkt werden. Gute Ansätze sehe sie in den mehr als eine Million Integrationskursen, die das Bundesamt für Migration seit dem Jahr 2005 angeboten habe.

Mit den Integrationsbemühungen müsse sich Deutschland zugleich stärker für Migranten öffnen. Bei der Beurteilung von Migranten dürfe nicht länger die Herkunft eine Rolle spielen. Stattdessen müsse im Vordergrund stehen, welche Erfahrung und welches Wissen sie einbrächten und in welcher Weise Deutschland von ihnen profitieren könne. Bei den Integrationsbemühungen dürften allerdings auch nicht die Augen „vor den Schwierigkeiten verschlossen werden, die sich auf diesem Wege ergeben“, gab Merkel zu bedenken.

Offenheit gegenüber qualifizierten Zuwandern sei auch schon wegen des demografischen Wandels in Deutschland erforderlich: „Wir werden weniger, wir werden älter und die Bevölkerungsstruktur wird vielfältiger werden“, prognostizierte die Kanzlerin. Merkel sieht daher auch Unternehmen im Umgang mit ausländischen Stellenbewerbern verstärkt in der Verantwortung.

Mit Überraschung reagierte die Flüchtlingshilfsorganisation „Pro Asyl“ auf Merkels Forderung, Deutschland zu einem Integrationsland zu machen. Während Merkel Zuwanderern die Hand reiche, beende Merkels Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) gerade die Integrationsprojekte für Flüchtlinge mit unsicherem Aufenthaltsstatus, kritisierte die Organisation.

Die Nürnberger Bundesbehörde war im Jahr 1953 mit der Übernahme der Genfer Flüchtlingskonvention gegründet worden. 1965 war sie zunächst in „Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge“ umbenannt worden. Inzwischen firmiert die Bundesbehörde mit verändertem Aufgabenspektrum als Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Sie ist inzwischen auch für die Integration von ausländischen Zuwanderern zuständig.

 

Chronik Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

 

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.
24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

mehr