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Politik Merkel erklärt höheren Frauenanteil zur Existenzfrage
Nachrichten Politik Merkel erklärt höheren Frauenanteil zur Existenzfrage
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17:33 05.05.2018
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Quelle: dpa
Frankfurt/Main

Frauen sollen in der CDU nach dem Willen der Vorsitzenden und Bundeskanzlerin Angela Merkel eine größere Rolle spielen. „Das Quorum reicht für uns heute nicht mehr“, sagte Merkel am Samstag bei der Frauen Union, die in Frankfurt ihren 70. Geburtstag feierte.

Die Kanzlerin erklärte zugleich einen höheren Frauenanteil bei den Mitgliedern der CDU zur „Existenzfrage“. Nur dann könne eine Volkspartei auch die Bevölkerung repräsentieren. Derzeit liegt der Anteil der Frauen in der CDU bei 26 Prozent.

Frauen sind in der CDU bei den Mitgliedern und auch bei den Mandaten immer noch stark unterrepräsentiert. Zwar kennt die Union seit 1996 ein Quorum. Es soll dafür sorgen soll, dass bei der Listenaufstellung der Kandidaten ein Drittel der Positionen mit Frauen besetzt wird. Doch oft wird die Vorgabe unterlaufen - dafür werden dann regionale Proporzgründe vorgeschoben wie etwa in Baden-Württemberg, wo auf der Liste für die Europawahl die erste Frau auf Platz fünf auftaucht.

„Zukunft sieht anders aus“, meint dazu Widmann-Mauz, die Staatsministerin im Kanzleramt ist und aus dem „Ländle“ kommt. Auch in der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag ist der Frauenanteil nach der Bundestagswahl von zuvor 25 auf nun 20 Prozent gesunken. In einigen Landtagen sitzen heute ebenfalls weniger Frauen als vor 20 Jahren.

Ein Grund dafür sind die vielen Direktmandate der CDU, die meist von Männern gewonnen werden. Über die Liste könne dann nicht viel mehr „repariert“ werden, weiß Merkel. Auch die CDU-Chefin will den Anteil der Frauen in der Partei und bei den Abgeordneten mit neuen Instrumenten stärken. „Das Quorum reicht für uns heute nicht mehr“, stellt sie fest und sieht sich in der Frage des Handlungsbedarfs mit ihrer Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer einig.

Schritte nennt die CDU-Chefin nicht. Die Frauen Union ist dagegen in ihren Forderungen konkret. Der Bundesvorstand will, dass die Listen der CDU künftig verbindlich zur Hälfte mit Frauen besetzt werden müssen.

Von dpa/RND

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