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Merkel und Ivanka Trump dankbar für Treffen

«First Daughter» in Berlin Merkel und Ivanka Trump dankbar für Treffen

„Liebenswürdig“ sei die Kanzlerin gewesen, sagt Ivanka Trump. Merkel wiederum lobt die 35-Jährige. Alles gut? Jein. US-Medien spießen vor allem ein kurzes Aufstöhnen im Publikum auf, als die „First Daughter“ von einem positiven Frauenbild ihres Vaters berichtet.

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Ivanka Trump und Bundeskanzlerin Angela Merkel während eines Dinners, nachdem sie an dem internationalen Gipfel zur Stärkung von Frauen teilgenommen haben.

Quelle: Michael Sohn

Berlin/Washington. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die amerikanische Präsidententochter Ivanka Trump werten ihr Treffen in Berlin als Gewinn.

Bei einem Gala-Dinner am Dienstagabend dankte Merkel der offiziell als „First Daughter“ betitelten 35-Jährigen für ihren Besuch: „Ich freue mich sehr, dass Sie die Reise nach Deutschland gewagt haben. Ich hoffe, wir sind ein gutes Publikum für Sie und Sie können noch mit einigen neuen Ideen zurückfahren.“ Ivanka Trump sagte im ZDF-Morgenmagazin, Merkel sei ein tolles Beispiel „für Frauen auf höchster politischer Ebene“ und in vielerlei Hinsicht eine Vorreiterin. „Sie war sehr liebenswürdig und herzlich“, sagte Trump.

US-Medien berichteten allerdings von „Buhrufen“ gegen Ivanka Trump während des Frauen-Gipfels, an dem Merkel und Trump teilnahmen. Auf der News-Webseite des Trump-nahen Senders Fox etwa hieß es: „Deutsche verhöhnen Ivanka Trump, als sie ihren Vater verteidigt.“ Die „Washington Post“ schrieb, der Auftritt der Präsidententochter sei eine Mischung aus „Applaus und Buhrufen“ gewesen.

Während des Frauen-Gipfels waren allerdings keine lauten „Buh“-Rufe zu hören. Vielmehr gab es ein Aufstöhnen von wenigen Sekunden, als Ivanka Trump ihren Vater gegen den Vorwurf der Frauenfeindlichkeit verteidigte und erklärte, sie wisse aus eigener Erfahrung, dass er eine positive Haltung zu Frauen habe.

Donald Trump hat sich nach Live-Mitschnitten von US-Medien in der Vergangenheit gegenüber Frauen mehrfach abschätzig und sexistisch geäußert. In deutschen Medien wurde das Raunen im Publikum erwähnt, aber nicht als Überschattung des Treffens gewertet.

Merkel hob bei der Abendveranstaltung Ivanka Trumps Engagement für Frauen im Rahmen politischer Prozesse der 19 Staats- und Regierungschefs von Industrie- und Schwellenländern sowie der Europäischen Union als Institution hervor. „Liebe Ivanka Trump, ich möchte mich auch bei Ihnen ganz herzlich bedanken für die Initiative, in die G20 einen Fonds zur Förderung des Unternehmertums von Frauen in Entwicklungsländern einzubringen“, sagte Merkel.

Mit Blick auf den G20-Gipfel im Juli in Hamburg sagte sie: „Ich darf Ihnen versprechen als Gastgeberland der G20, dass wir diesen Fonds zu einem Erfolg führen werden. Ich werde zumindest keine Mühe scheuen zu versuchen, alle anderen zu überzeugen, dass das eine gute Sache wird.“ Es wird spekuliert, dass Merkel über die Tochter Themen befördern möchte, für die sich der Vater womöglich weniger interessiert. Dazu werden die Umwelt- und die Frauenpolitik gezählt.

Ivanka Trump bedankte sich mit einer Reihe von Tweets für ihre Erlebnisse in Berlin und zeigte sich beeindruckt vom Besuch des Holocaust-Mahnmals. Sie sei von der Geschichte des Mahnmals, das an die sechs Millionen jüdischen Opfer der NS-Zeit erinnert, „tief bewegt“, schrieb sie bei Twitter. Dazu postete Trump, die jüdischen Glaubens ist, ein Bild, das sie im Stelenfeld zeigt. Und sie bedankte sie sich Merkel für den „unglaublichen Panel“ von versierten Frauen bei dem internationalen Gipfel.

dpa

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