Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Politik Merkel will AfD-Wähler zurückgewinnen
Nachrichten Politik Merkel will AfD-Wähler zurückgewinnen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:46 30.08.2016
Anzeige
Schwerin

Bundeskanzlerin Merkel (CDU) will enttäuschte Wähler, die sich der AfD zugewandt haben, zurückgewinnen: „Wir müssen sie immer wieder ansprechen, Lösungen zeigen und Taten. Nur mit gelösten Problemen kann man Wähler zurückgewinnen“, so Merkel bei einer Wahlveranstaltung in Schwerin.

In Mecklenburg-Vorpommern wird am 4. September der Landtag neu gewählt. Die Union war in jüngsten Umfragen nur noch auf 22 Prozent gekommen. Sie lag damit deutlich hinter dem Koalitionspartner SPD, der 28 Prozent erreichte, und nur hauchdünn vor der AfD, die auf 21 Prozent kam.

Es bleibe der Anspruch der CDU, „zur Mitte hin zu integrieren“, sagte Merkel. Die CDU müsse um die Wähler kämpfen, ohne die Kernaussagen ihrer Programmatik aufzugeben. Dazu gehörten das Bekenntnis zur sozialen Marktwirtschaft, die Ablehnung von Fremdenhass und Antisemitismus sowie die Verankerung in Nato und EU. „Da können wir keine Kompromisse machen“, betonte Merkel.

In der etwa einstündigen Diskussion mit Unternehmern der Region verteidigte Merkel ihre Flüchtlingspolitik und auch den Flüchtlingspakt mit der Türkei. Das Abkommen sei im Interesse der Türkei und der EU. Es hindere sie aber nicht daran, Demokratiedefizite in der Türkei anzusprechen

dpa

Die Kanzlerin schweigt - dafür redet ihre Stellvertreterin. Julia Klöckner kündigt eine erneute Kandidatur Merkels für den CDU-Vorsitz an. CSU-Chef Seehofer will davon noch nichts hören - für ihn ist das eine Diskussion nur für „Micky Mäuse“.

30.08.2016

Noch hat es niemand so klar gesagt: Nach den Worten von CDU-Vize Julia Klöckner tritt Angela Merkel wieder als Parteichefin an. Wann Merkel die erneute Kanzlerkandidatur verkünde, sei aber ihre Sache.

05.09.2016

Showdown im brasilianischen Senat: Präsidentin Dilma Rousseff kämpft gegen ihre Amtsenthebung, wittert eine Allianz der Putschisten und erinnert an die Zeit im Folterkeller. Jetzt drohe sie wieder große Ungerechtigkeit zu erfahren. Als Ausweg bietet sie Neuwahlen an.

30.08.2016
Anzeige