Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 5 ° Regenschauer

Navigation:
Migranten in Griechenland versuchen Abschiebung zu umgehen

Athen Migranten in Griechenland versuchen Abschiebung zu umgehen

Bis Griechenland haben sie es geschafft, jetzt wollen die Migranten auch unbedingt weiter, und das ohne Rücksicht auf politische oder geografische Hindernisse.

Athen. Angesichts der drohenden Abschiebung aus Griechenland versuchen Migranten, von den Ostägäis-Inseln Chios und Lesbos illegal auf das Festland zu fliehen. Eigentlich sollen sie aufgrund des Flüchtlingspakts zwischen der EU und Ankara in die Türkei zurückgeschickt werden.

Vor allem Afghanen, Pakistaner und Nordafrikaner, die allesamt kaum Aussicht auf Asyl in Europa haben, setzen alles daran, zum Festland zu gelangen, um von dort ihren Weg nach Nordeuropa, in erster Linie nach Deutschland, fortzusetzen.

In den vergangenen Tagen hat die griechische Polizei auf den Inseln deshalb Dutzende Menschen festgenommen. Sie hätten sich unter anderem in Lastwagen versteckt, um unerkannt an Bord von Fähren nach Athen zu gelangen, berichteten griechische Medien. „Einige klettern sogar die Ankerketten zu den Fähren hoch“, sagte ein Offizier der Küstenwache am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Auch die Flüchtlinge, die seit Monaten im nordgriechischen Grenzort Idomeni ausharren und auf eine Öffnung der gesperrten Balkanroute hoffen, finden immer wieder Wege über die Grenze. Nach eigenen Angaben hat das Nachbarland Mazedonien in den vergangenen zwei Monaten rund 12 000 illegal eingereiste Menschen zurück nach Griechenland geschickt. In Athen hieß es dazu, in Nordgriechenland seien Schleuser aktiv, die immer wieder Migranten in kleineren Gruppen über die Grenze ins Nachbarland brächten.

Der griechische Migrationsminister Ioannis Mouzalas kritisierte derweil das UN-Kinderhilfswerk Unicef, dessen griechischer Ableger in den Flüchtlingslagern vor Ort gar nicht aktiv sei. Das wäre völlig unverständlich, schrieb Mouzalas nach Informationen des Fernsehsenders Skai an die Organisation, denn bis zu 40 Prozent der Flüchtlinge und Migranten in Griechenland seien Kinder, für die Unicef ja eigentlich da sei.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Berlin

Ist der Rückgang der Flüchtlingszahlen auf den von Angela Merkel mit eingefädelten EU-Türkei-Deal zurückzuführen? Und hält sich Ankara an die Vorgaben? Der Türkei-Besuch der Kanzlerin dürfte ungemütlich werden.

mehr
Mehr aus Politik
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.