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Politik NSA knackt Verschlüsselung
Nachrichten Politik NSA knackt Verschlüsselung
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03:38 07.09.2013
Gegen Ausspähungen hilft nur noch, den Stecker zu ziehen.
Washington

Im Internet suchen nicht nur Bösewichte wie Terroristen, Drogenhändler oder Kriminelle nach einem Schutz ihrer Kommunikation vor dem Zugriff von außen. Jeder ehrliche Bankkunde, der über das Web eine Überweisung vornimmt oder den Stand seines Kontos abfragt, verlässt sich auf die Wirksamkeit moderner Verschlüsselungsverfahren.

Mit diesen Werkzeugen kann man beim Shopping im Web Kreditkarten-Informationen eingeben, ohne befürchten zu müssen, dass die halbe Welt mitliest. Und Online-Telefondienste wie Skype oder Facetime, Chat-Plattformen wie AIM und Facebook oder Web-Mail-Dienste wie GMail und Web.de werden von den Usern bislang auch deswegen massenhaft genutzt, weil sie den Kunden versprechen, dass Verschlüsselungs-Technologien wie SSL eingesetzt werden, um die Privatsphäre zu bewahren.

Den jüngsten Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden zufolge arbeiten die angloamerikanischen Geheimdienste NSA und GCHQ mit Hochdruck daran, die gängigen Verschlüsselungsverfahren und geschützte Datentunnel auszuhebeln oder mit Hintertüren zu versehen. Viele Bürger müssen demnach davon ausgehen, dass die Dienste häufig technisch in der Lage sind, ihnen über die Schulter zu schauen.

Laut Snowden verfügt die NSA außerdem über einen Etat von 250 Millionen Dollar, um Soft- und Hardware-Hersteller dazu zu bewegen, Hintertüren und verdeckte Sicherheitslücken in ihre Produkte einzubauen. „Das ist natürlich die große Gefahr, dass Hintertüren, die eingebaut werden, auch von Kriminellen genutzt werden“, sagte Thorsten Urbanski, Sprecher des deutschen Antivirenherstellers G Data. Die Bundesregierung reagierte gelassen und rät weiter zur Verschlüsselung von E-Mails.

OZ

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