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Politik Nasa setzt Beziehungen zu Moskau aus
Nachrichten Politik Nasa setzt Beziehungen zu Moskau aus
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02:24 04.04.2014

Die US-Raumfahrtagentur Nasa stoppte wegen der Ukraine-Krise demonstrativ weitgehend ihre Zusammenarbeit mit Russland. Bei dem mit Abstand wichtigsten Kooperationsprojekt, dem Betrieb der Internationalen Raumstation ISS, soll es jedoch keine Abstriche geben, teilte die Nasa mit. Russland reagierte in einer ersten Stellungnahme gelassen.

Außer der ISS gebe es überhaupt keine Zusammenarbeit mit den USA auf Staatsebene, teilte Vizeregierungschef Dmitri Rogosin mit.

Die USA sind nach dem Ende ihres Shuttle-Programms auf russische Sojus-Kapseln für den Transport von Astronauten zur ISS angewiesen. Derzeit arbeiten zwei US-Amerikaner auf der ISS. Der Nasa-Astronaut Reid Wiseman soll Ende Mai in den Kosmos starten, mit dem Deutschen Alexander Gerst und dem Russen Maxim Surajew. Die Mission sei nicht gefährdet, hieß es. Der „New York Times“ zufolge dürften Nasa-Mitarbeiter nicht mehr nach Russland reisen und Vertreter der russischen Regierung keine Nasa-Einrichtungen mehr besuchen. Zudem soll es keine bilateralen Treffen, Mail-Kontakte sowie Telefon- und Videokonferenzen mehr geben.

Russland hat indes beim deutschen Botschafter in Moskau gegen eine umstrittene Äußerung von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) über den Krim-Anschluss protestiert. „Wir halten solche Art pseudohistorischer Exkurse des deutschen Ministers für eine Provokation“, teilte das Ministerium mit. Bei Schäubles Äußerungen vor Schülern handele es sich um „unannehmbare historische Parallelen“, hieß es. Schäuble hatte Parallelen zwischen Russlands Krim-Anschluss und der Annexion des Sudetenlandes 1938 durch die Nazis gezogen.

Eine Mehrheit der Deutschen lehnt stärkere Nato-Militäraktivitäten in Osteuropa ab. Im ARD-„Deutschlandtrend“ wandten sich 53 Prozent der Befragten dagegen, dass die Nato den Luftraums der osteuropäischen Verbündeten überwacht und sichert.



OZ

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