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Nato: Spekulationen über möglichen Bruch mit Türkei falsch

Brüssel Nato: Spekulationen über möglichen Bruch mit Türkei falsch

Bildet die Türkei mit Russland einen neuen Ostblock? Fragen wie diese beunruhigen die Nato. Das Militärbündnis sieht sich sogar zu Klarstellungen genötigt.

Brüssel. Die Nato hat Spekulationen über einen möglichen Bruch mit dem Bündnispartner Türkei klar zurückgewiesen. „Die Nato-Mitgliedschaft der Türkei steht nicht in Frage“, teilte die Militärallianz in Brüssel mit.

Das Land sei ein geschätzter Bündnispartner, der weiterhin in alle Entscheidungsprozesse eingebunden sei.

Die Nato reagierte mit der Stellungnahme nach eigenen Angaben auf „spekulative Medienberichte“ zur türkischen Nato-Mitgliedschaft und zur Haltung des Bündnisses zum gescheiterten Militärputsch. In Deutschland hatte am Mittwoch die „Bild“-Zeitung die Frage aufgeworfen, ob die Türkei wegen der angespannten Beziehungen zu Nato-Partnern mit Russland ein „russ-manisches Großreich“ bilden wolle.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und Kremlchef Wladimir Putin hatten zuvor nach monatelangem Streit über einen Kampfjet-Abschuss angekündigt, die Beziehungen zwischen ihren Länder wieder ausbauen zu wollen. Die Wiederannäherung geht mit einer Verschlechterung des Verhältnisses zwischen Ankara und zahlreichen westlichen Nato-Partnern einher.

Länder wie Deutschland und die USA sind besorgt wegen des harten Vorgehens der türkischen Regierung gegen mutmaßliche Unterstützer des Putschversuches am 15. Juli und haben mehrfach die Einhaltung rechtsstaatlicher Standards angemahnt. Die Türkei weist dies als ungerechtfertigte Kritik zurück.

Die Nato betonte am Mittwoch, dass Generalsekretär Jens Stoltenberg die gewählte Regierung der Türkei unterstütze und den Putschversuch auch in einem persönlichen Gespräch mit Erdogan scharf verurteilt habe. „Die Türkei kann auf die Solidarität und die Unterstützung der Nato zählen“, teilte das Bündnis mit. Gleichzeitig wurde betont, dass die Nato auf den Grundsätzen der Demokratie, der Achtung der Menschenrechte sowie der Rechtsstaatlichkeit beruht. Man setze darauf, dass die Türkei weiter ihre Beiträge leiste, heißt es.

dpa

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