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Politik Nordkorea droht mit Platzen des Gipfeltreffens
Nachrichten Politik Nordkorea droht mit Platzen des Gipfeltreffens
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22:51 15.05.2018
Offensichtlich sieht der Norden wichtige Voraussetzungen nicht erfüllt - und wirft den USA eine Mitschuld vor. Quelle: AP
Seoul

Nordkorea droht wegen Militärübungen der USA mit Südkorea das für den 12. Juni geplante Gipfeltreffen von Machthaber Kim Jong Un mit US-Präsident Donald Trump abzusagen. Das berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am frühen Mittwoch. Geplante hochrangige Gespräche mit Südkorea für denselben Tag wurden demnach abgesagt.

Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Nordkoreas seien Militärübungen nicht eingestellt worden. So simulierten die südkoreanische und die US-Luftwaffe mit den sogenannten Max Thunder-Übungen einen Einmarsch in den Norden - dies sei eine Provokation inmitten der Erwärmung der innerkoreanischen Beziehungen.

Washington will von einer Provokation nichts wissen

Die US-Regierung gibt sich unbeeindruckt: „Wir machen weiter und treiben die Planungen für das Treffen von Präsident Trump und Kim Jong Un voran“, sagte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Heather Nauert, am Dienstag in Washington. Die von Nordkorea Berichten zufolge kritisierten gemeinsamen Militärübungen der Amerikaner mit Südkorea stellten keinesfalls eine Provokation dar. „Das sind Dinge, die wir auf der ganzen Welt machen“, sagte Nauert

Die Gespräche auf hoher Ebene sollten auf der südlichen Seite des Waffenstillstandsdorfes Panmunjom stattfinden, um Folgemaßnahmen zu dem Gipfeltreffen der beiden koreanischen Führer im letzten Monat zu diskutieren. Durch die Gespräche wollte Südkorea versuchen, „die Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung und einen dauerhaften Frieden zu schaffen“.

Doch offensichtlich sieht der Norden wichtige Voraussetzungen nicht erfüllt - und wirft den USA eine Mitschuld vor. Das Treffen zwischen Kim Jong Un und Trump, das erste direkte zwischen den Staatschefs Nordkoreas und den USA soll in Singapur stattfinden und hatte Hoffnungen auf eine Lösung des Atomkonflikts genährt.

Von dpa/AP/RND

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