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Nachrichten Politik Nur wenige Iraker nutzen ihr Wahlrecht
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16:31 12.05.2018
Erstmals nach dem Sieg gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) wählt der Irak an diesem Sonnabend ein neues Parlament. Die Abstimmung gilt als wegweisend für die Zukunft des Landes. Quelle: dpa
Bagdad

Bei der ersten Parlamentswahl im Irak nach dem militärischen Sieg gegen die IS-Terrormiliz hat sich am Sonnabend in vielen Gebieten nur eine geringe Wahlbeteiligung abgezeichnet.

In einigen Provinzen lag sie nach Angaben der Wahlkommission bis zur Mittagszeit zwischen 20 und 30 Prozent, wie lokale Medien meldeten. In mehreren Wahllokalen in Bagdad hätten bis zum frühen Nachmittag lediglich zehn Prozent der Wahlberechtigten abgestimmt. Ministerpräsident Haidar al-Abadi hob im Laufe des Tages eine Sperre für den Autoverkehr auf, um die Wahlbeteiligung zu erhöhen.

Beobachter berichten von Problemen bei der Wahl

Größere Zwischenfälle wie bei der Abstimmung vor vier Jahren blieben zunächst aus. Rund 900.000 Sicherheitskräfte sollten für einen reibungslosen Ablauf sorgen.

Medien und Beobachter berichteten allerdings von zahlreichen Problemen bei der Abstimmung. Demnach öffneten Wahllokale zu spät. An mehreren Orten sei es zu Ausfällen des neu eingeführten elektronischen Wahlsystems gekommen.

Ergebnis soll am Montag vorliegen

Mehr als 24 Millionen Iraker waren zur Stimmabgabe aufgerufen. Sie entschieden unter fast 7000 Kandidaten über 329 Sitze im irakischen Parlament. Der Schiit Al-Abadi ging als einer der Favoriten ins Rennen. Der 66-Jährige versuchte im Wahlkampf, mit dem Sieg gegen den IS unter seiner Führung zu punkten. Das Endergebnis soll laut Wahlkommission bis Montag vorliegen.

Von RND/dpa

Ministerpräsident Al-Abadi hofft auf eine zweite Amtszeit. Eine Mehrheit wird er mit seinem Bündnis aber wohl nicht erzielen. Die Regierungsbildung könnte sich hinziehen.

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