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Obama strahlt als „großer Bewunderer“ beim Papst

Rom Obama strahlt als „großer Bewunderer“ beim Papst

Auftritte mit dem populären katholischen Kirchenoberhaupt sorgen derzeit für positive Schlagzeilen.

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Bitte recht freundlich: US-Präsident Barack Obama und Papst Franziskus demonstrieren herzliches Einvernehmen.

Quelle: Fotos: dpa

Rom. Auftritte mit dem populären katholischen Kirchenoberhaupt sorgen derzeit für positive Schlagzeilen. Gern trat deshalb der auf Europa-Tournee befindliche US-Präsident Barack Obama zur Audienz im Kirchenstaat an.

Er sei „ein großer Bewunderer“ von Papst Franziskus, schmeichelte Obama, als er diesen in der Bibliothek des Apostolischen Palastes im Vatikan traf. Der Papst erinnere fortwährend an das Schicksal von Armen und an die Gefahr, sich an „extreme Ungleichheit“ zu gewöhnen. Franziskus ermahne dazu, über die „Menschenwürde“ nachzudenken. Der US-Präsident sieht seinerseits die Ungleichverteilung des Reichtums als „Herausforderung unserer Zeit“.

Bei der Audienz ging es neben Fragen der gerechten Verteilung des Reichtums um aktuelle Konflikte im Nahen Osten und in Afrika, um Probleme der Migration und um gesellschaftliche Themen in den USA.

Das beim Fototermin demonstrierte herzliche Einvernehmen könnte sich im Gespräch nicht unbedingt eingestellt haben. Radio Vatikan merkte unter der Fragestellung „Gefällt Obamas Politik dem Heiligen Stuhl?“ an, dass es bei der Homo-Ehe und bei der Empfängnisverhütung Differenzen gebe. Auch Obama räumte vorab ein, seine Bewunderung für den Papst bedeute nicht, „dass wir in jeder Frage einer Meinung sind“.

Es war Obamas erster Besuch im Vatikan seit seiner Begegnung mit Franziskus‘ emeritiertem Vorgänger Joseph Ratzinger, vormals als Benedikt XVI. katholisches Kirchenoberhaupt. Zur Amtseinführung des neuen Papstes vor einem Jahr war Obama nicht angereist, er hatte sich von seinem Vize Joe Biden vertreten lassen.

Möglicherweise erhofft sich Obama von dem argentinischen Papst weitere Rückendeckung in seinem propagierten Kampf gegen die wachsende soziale Ungleichheit auch in den USA. Vor zwei Wochen lud der US-Kongress den Papst ein, als erstes Oberhaupt der katholischen Kirche eine Rede vor beiden Parlamentskammern in Washington zu halten.

Gestern trat Obama nach Treffen mit Italiens Staatschef Giorgio Napolitano und Ministerpräsident Matteo Renzi auch noch als Sonder-Tourist auf: Auf dem Programm stand ein privater Besuch des Kolosseums. Der Bereich um das antike Bauwerk war seit dem Vormittag weiträumig abgesperrt.

 



OZ

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