Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Politik Ökonom: Abschottung kostet Briten 300 Milliarden Euro
Nachrichten Politik Ökonom: Abschottung kostet Briten 300 Milliarden Euro
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:20 25.06.2016
Anzeige
Gütersloh

Nach dem Entscheid der Briten für einen Brexit erwarten Ökonomen der Bertelsmann-Stiftung gravierende wirtschaftliche Einbußen für ganz Europa. Am schmerzhaftesten werde es die Briten selbst treffen.

„Es ist eine Situation in der alle verlieren, die EU-Mitgliedsländer und ganz besonders dramatisch Großbritannien“, sagte Andreas Esser, Leiter des Wirtschaftsbereichs der Stiftung, im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

Kurzfristig stelle die Unsicherheit das größte Problem für die britische Wirtschaft dar, erklärte er. Langfristig belasteten einbrechende Exporte, fehlende Investitionen und daraus resultierende mangelnde Innovationskraft die Wirtschaft des Landes.

Blieben die EU-Länder bei ihrem angekündigten harten Kurs gegen die ausstiegswilligen Briten, zeichne sich eine Abschottung ab, die die britische Wirtschaft bis ins Jahr 2030 mehr als 300 Milliarden Euro kosten könnte. Isoliere sich Großbritannien in Handelsfragen komplett, könnte auch Deutschlands Wirtschaft Verluste von insgesamt mehr als 55 Milliarden Euro einstecken müssen. Einbußen in dieser Höhe hatten die Wirtschaftsexperten der Bertelsmann-Stiftung für eine 2015 veröffentlichte Studie errechnet.

dpa

Mehr zum Thema

Die Uhr tickt. Die Brexit-Wortführer und das Pro-EU-Lager in Großbritannien schenken sich vor dem mit Spannung erwarteten EU-Referendum nichts. Und das Parlament trauert um eine Tote.

21.06.2016

Mit den Briten hat es die EU noch nie so ganz einfach gehabt. An diesem Donnerstag können sie entscheiden, ob sie Mitglied bleiben oder dem Club der 28 lieber den Rücken kehren wollen. Manche fürchten schon einen Dominoeffekt - doch es gibt auch noch andere Sorgen.

30.06.2016

Nach dem Ja der Briten zum EU-Austritt zeichnen Ökonomen düstere Prognosen. Großbritannien selbst büße am meisten ein, doch auch die deutsche Wirtschaft werde in Mitleidenschaft gezogen.

03.07.2016

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz hat den britischen Premierminister am Freitagabend in den ARD-„Tagesthemen“ scharf kritisiert.

03.07.2016

Europa versucht nach dem Liebesentzug der Briten seine Schockstarre zu überwinden. Mit einem Treffen in Berlin beginnt die EU die Brexit-Scherben zusammenzukehren. Viele Krisentreffen werden folgen.

03.07.2016

Nach der bitteren Briten-Entscheidung doch noch ein versöhnlicher Ausklang des Tages für Bundespräsident Gauck. In Ljubljana gibt es etwas zu feiern.

25.06.2016
Anzeige