Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Politik Österreichs Innenministerin in Athen nicht willkommen
Nachrichten Politik Österreichs Innenministerin in Athen nicht willkommen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:13 03.03.2016
Anzeige
Athen

In der Flüchtlingskrise wachsen die Spannungen zwischen Griechenland und Österreich. Athen habe einen Wunsch der österreichischen Innenministerin Johanna Mikl-Leitner abgelehnt, Griechenland zu besuchen, um sich dort in der Flüchtlingskrise selbst ein Bild von der Lage zu machen.

Das sagte ein Sprecher des griechischen Außenministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Nach Darstellung des österreichischen Innenministeriums hatte Mikl-Leitner angeboten, „für ein offenes Gespräch nach Griechenland zu kommen.“ Es wäre darum gegangen, die bekannte österreichische Position auch direkt in Athen umfangreich zu erläutern, teilte das Ministerium am Freitag mit. Falls Athen einen solchen Kontakt zu einem späteren Zeitpunkt bevorzuge, sei das „völlig legitim.“

Am Vortag hatte Athen bereits seine Botschafterin in Österreich zu Konsultationen nach Griechenland zurückbeordert. Griechenland macht Österreich für die Schließung der mazedonischen Grenze mitverantwortlich und kritisiert, dass kein Vertreter Athens zu dem Treffen der Westbalkanstaaten nach Wien eingeladen war.

Selbst der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer hatte sich am Donnerstag im österreichischen Fernsehen ORF „überrascht“ darüber geäußert, dass Griechenlands zu dem Treffen nicht eingeladen war.

Aus Kreisen des Außenministeriums in Athen hieß es, an einen Besuch Mikl-Leitners sei erst dann zu denken, wenn Österreich dafür sorge, dass alle Folgen des jüngsten Treffens der Westbalkanstaaten in Wien rückgängig gemacht würden. Das Treffen in Wien am Mittwoch hatte zur Teilschließung der Grenze Griechenlands zu Mazedonien geführt.

dpa

Mehr zum Thema

An der griechisch-mazedonischen Grenze stranden immer mehr Flüchtlinge. Hilfsappelle fehlen ebenso wenig wie Vorschläge, was zu tun ist. Nur es passiert nichts. Die Hoffnungen richten sich jetzt auf den EU-Türkei-Gipfel am 7. März.

03.03.2016

Griechenland ist für Flüchtling praktisch eine Sackgasse geworden. Das Land muss immer mehr Menschen unterbringen. Aus der EU kommen Warnungen an potenzielle illegale Wirtschaftsmigranten.

04.03.2016

Griechenland ist für Flüchtling praktisch eine Sackgasse geworden. Das Land muss immer mehr Menschen unterbringen. Aus der EU kommen Warnungen an potenzielle illegale Wirtschaftsmigranten.

10.03.2016

Die EU-Staaten finden in der Flüchtlingskrise zu keiner gemeinsamen Haltung. Österreich handelt auf eigene Faust, Griechenland ruft seine Botschafterin zurück. Hoffnungen richten sich nun auf die Nato.

26.02.2016

Nach der Teilschließung der mazedonischen Grenze versucht Griechenland immer verzweifelter, den Rückstau Tausender Flüchtlinge zu bewältigen.

26.02.2016

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hat eingeräumt, dass sein Bundesland größere Probleme mit Rechtsextremismus hat als bisher angenommen.

27.02.2016
Anzeige