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Optimistisch bis ins All

Speakers’ Corner Optimistisch bis ins All

Der Milliardär Elon Musk schickt sein rotes Cabrio mit einer Rakete ins All. Ein kindisches Vergnügen – weil man es sich leisten kann? Gewiss. Aber auch ein Ausdruck des uramerikanischen Glaubens an die Zukunft, meint unser Washington-Korrespondent.

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So soll der rote Sportwagen auf ewig durchs All düsen.

Quelle: dpa

Washington. Es ist noch da, das alte Amerika. Das dynamische, zukunftsgewandte, ein bisschen verrückte Amerika. Vielleicht nicht an der Ostküste, in Washington, im Weißen Haus des Donald Trump. Aber ganz bestimmt im Westen, in Kalifornien. Und ganz weit draußen, im All.

Da war dieser Raketenstart am Dienstag, der der Fachwelt die Sprache verschlägt. Ohne jahrelang auf die Unterstützung des Staates zu warten, lässt der Privatmann Elon Musk mal eben sein privates Tesla-Cabriolet ins All schicken. Bis in alle Ewigkeit soll das knallrote Symbol für Macht, Reichtum und Geschwindigkeit die Sonne umrunden. Wie ein Ausrufezeichen der Männlichkeit. Auf die Frage eines Journalisten, ob es sich dabei nicht nur um einen kindischen Spaß handelt, findet der Unternehmer die passende Antwort. Die Menschen, sagt Musk, leben von kindischen Vergnügen.

Verrückt? Angeberisch? Ein bisschen ist von beidem dabei. Aber: Es geht um neue Ideen, um Fortschritt, der sich in der Menschheitsgeschichte schon immer auch aus dem Spielerischen ergeben hat. Auch Google setzt auf den kreativen Moment, verschickt zwar keine Autos per Rakete, richtet aber einen Teil seiner Büros mit bunten Bällen ein – das erinnert an Kindergärten, lässt die Ideen aber sprudeln. Kalifornien erweist sich einmal mehr als Spielwiese der Freidenker. Sie alle sind getrieben von einem Optimismus, der bis in den Weltraum ausstrahlt.

Das hochfliegende Auto ist da nur ein Beispiel von vielen – in einem Amerika, das sich – wie zu allen Zeiten – ständig verändert. Auch wenn in der Politik nur noch Rückwärtsgewandtheit zu herrschen scheint.

Von Stefan Koch

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