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Politik Messerattacke in Paris – Angreifer war polizeibekannt
Nachrichten Politik Messerattacke in Paris – Angreifer war polizeibekannt
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19:47 13.05.2018
Bei der Messerattacke ist ein 29-jähriger Mann ums Leben gekommen. Der Angreifer wurde von der Polizei erschossen. Quelle: AP
Paris

Der bei dem mutmaßlichen Terroranschlag in Paris getötete Angreifer ist identifiziert. Der junge Mann sei 1997 in der Teilrepublik Tschetschenien im russischen Nordkaukasus geboren worden, bestätigten Justizkreise am Sonntag.

Ermittler hätten seine Eltern am Sonntagmorgen in Gewahrsam genommen. Der Terrorverdächtige war demnach den Sicherheitsbehörden bekannt und stand auf einer Liste von radikalisierten Personen.

Der Terrorverdächtige hatte am Samstagabend in der Pariser Innenstadt Menschen mit einem Messer angegriffen und dabei einen 29 Jahre alten Passanten getötet. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatte die Bluttat für sich reklamiert.

„Frankreich zahlt einmal mehr den Preis des Blutes“

Über ihr Sprachrohr Amak erklärte der IS, einer seiner „Soldaten“ habe die Messerattacke verübt. Der mutmaßliche Täter sei dem Aufruf der Terrormiliz an Anhänger gefolgt, Mitglieder der US-geführten Militärkoalition gegen den IS anzugreifen.

Frankreich beteiligt sich seit 2014 an dem Anti-IS-Bündnis im Irak und in Syrien. Beweise für die Behauptung lieferte die Amak-Mitteilung vom späten Sonnabend nicht. Details zu der Identität des mutmaßlichen Angreifers wurden auch nicht genannt.

Staatspräsident Macron zeigte sich kämpferisch. „Frankreich zahlt einmal mehr den Preis des Blutes, doch wird es sich Feinden der Freiheit nicht einen Fingerbreit beugen“, schrieb Macron in der Nacht zum Sonntag auf Twitter. Er lobte die Polizei zudem dafür, „den Terroristen neutralisiert“ zu haben. Seine Gedanken seien bei den Opfern.

Seit 2015 ist Frankreich wiederholt von islamistischem Terror erschüttert. Anhänger und Sympathisanten der IS-Miliz töteten mehr als 200 Menschen, allein 130 kamen bei den koordinierten Attacken in Paris im November 2015 ums Leben.

Von RND/dpa