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Porträt: Oppositionsführer Leif-Erik Holm

Schwerin Porträt: Oppositionsführer Leif-Erik Holm

Die AfD zieht in Mecklenburg-Vorpommern nach ersten Hochrechnungen aus dem Stand mit mehr als 21 Prozent in den Landtag ein. Spitzenmann Holm präsentiert die AfD gern als Familienpartei. Doch immer wieder schlägt er auch nationalistische Töne an.

Schwerin. Leif-Erik Holm kommt als gewinnender Typ rüber: charmantes Auftreten, geschulte Radiomoderatorenstimme, Dreitagebart.

Jetzt wird er wohl Oppositionsführer im Landtag, nachdem seine Partei bei der Wahl am Sonntag nach ersten Hochrechnungen mit mehr als 21 Prozent aus dem Stand zweitstärkste Kraft wurde und nicht nur die Linke hinter sich ließ, sondern auch die CDU. Eine Koalition mit der AfD haben bisher alle anderen Parteien kategorisch ausgeschlossen.

Holm, Vater eines dreijährigen Sohnes, lebt mit seiner Familie in Berlin und im Dorf Klein Trebbow bei Schwerin. Vielen Mecklenburgern und Vorpommern ist er noch als Moderator des Radiosenders Antenne MV im Ohr. Es habe ihn nicht in die Politik gezogen, sagt der 46-Jährige. 2013 trat er dann doch in die AfD ein, gründete den Landesverband mit. Ein Grund sei die aus seiner Sicht verfehlte Euro-Rettungspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gewesen. Heute ist er einer von zwei Landessprechern.

Holm wird dem gemäßigten Flügel zugerechnet und präsentiert die AfD gern als Partei, die Politik für Familien macht. Geschickt greift er auf die Wendezeit zurück. „1989 hat gezeigt, dass wir gemeinsam etwas bewegen können“, erklärt Holm auf der Internetseite der AfD Mecklenburg-Vorpommern.

Doch immer wieder schlägt der studierte Ökonom auch nationalistische Töne an, warnt vor kriminellen Ausländern und fordert geschlossene Grenzen zur Abwehr von Flüchtlingen. Bis vor kurzem war er Mitarbeiter der als Hardlinerin geltenden AfD-Europaabgeordneten Beatrix von Storch.

dpa

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