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Politik Ein Drittel der Wähler will keinen SPD-Kanzlerkandidaten
Nachrichten Politik Ein Drittel der Wähler will keinen SPD-Kanzlerkandidaten
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13:46 28.11.2018
Kugelschreiber der Parteien zur Bundestagswahl 2017. Quelle: imago/Christian Ohde
Berlin

Mehr als ein Drittel der deutschen Wähler ist der Meinung, die SPD soll bei der nächsten Bundestagswahl auf die Benennung eines Kanzlerkandidaten verzichten. 36 Prozent der Bundesbürger gaben in einer vom RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) beauftragten Umfrage des Instituts YouGov an, sie seien gegen die Aufstellung eines eigenen Kanzlerkandidaten durch die SPD. Das meinen insbesondere ab 45-Jährige (78 Prozent), potenzielle Wähler von AfD (66), FDP (51) und Union (46) und 10 Prozent der eigenen Wähler.

38 Prozent der Bundesbürger würden es dagegen begrüßen, wenn die SPD einen Kanzlerkandidaten benennt. Das meinen 75 Prozent der eigenen, potenziellen Wähler aber auch 50 Prozent der Grünen-Wähler und 44 Prozent der Linke-Wähler. Die Ablehnung ist im Osten mit 39 Prozent höher als im Westen (28).

36 Prozent wünschen sich grünen Kandidaten

Sollten die Grünen eine Frau oder einen Mann für das Kanzleramt aufstellen? 36 Prozent der Bundesbürger sagen ja, 41 Prozent finden nicht. Bei einer Wahl zwischen den beiden Parteivorsitzenden Robert Habeck und Annalena Baerbock hätte der Kieler mit 26 Prozent (Baerbock 15) die Nase vorn. 20 Prozent fänden, wenn, dann sollten es ganz andere machen.

Große Koalition kann wieder punkten

Die drei Regierungsparteien CDU, CSU und SPD konnten Ende November leicht an Rückhalt bei den Bürgern zurückgewinnen, ergab der RND-Wahlmonitor. Demnach können CDU/CSU mit 27 Prozent Zustimmung rechnen, wenn an diesem Sonntag Bundestagswahl wäre. Das entspricht einem Plus von zwei Prozentpunkten gegenüber der letzten Umfrage Anfang des Monats. Die SPD käme auf 15 Prozent (+1).

Grüne und Linke stabil, AfD und FDP verlieren

Bei den Oppositionsparteien können sich Grüne mit 21 Prozent und Linke mit 10 Prozent stabil behaupten, die FDP verliert 1 Prozentpunkt und landet bei 9 Prozent. Der lange Höhenflug der AfD geht in einen langsamen Sinkflug über: Die stärkste Oppositionspartei im Bundestag erhält noch 14 Prozent Zustimmung (-2).

Auch bei den von den Bundesbürgern bevorzugten Regierungsbündnissen kann die derzeit regierende große Koalition wieder punkten. 20 Prozent der Befragten (+5 gegenüber Anfang November) können sich die Wiederauflage der Groko eher oder voll und ganz vorstellen. 11 Prozent wissen es nicht. Zwar überwiegen die Groko-Gegner mit 46 Prozent, es sind jedoch 6 Prozent weniger als zum Monatsbeginn. 23 Prozent wären teilweise für das Bündnis aus CDU/CSU und SPD.

Jamaika-Bündnis ist nicht sehr beliebt

Eine Jamaika-Koalition aus CDU/CSU, Liberalen und Grünen wünschen sich 17 Prozent der Wahlbürger (-1), 49 Prozent (-1) lehnen dies Konstellation völlig oder eher ab. 11 Prozent wissen nicht, was sie von solch einem Bündnis halten sollen, 23 Prozent könnten es sich teilsteils vorstellen.

YouGov befragte in der Zeit vom 23 bis 27. November dieses Jahres 2065 Bundesbürger im Wahlalter.

Von Thoralf Cleven/RND

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