Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Politik Radikal und ultrarechts: Die „Alt Right“-Bewegung in den USA
Nachrichten Politik Radikal und ultrarechts: Die „Alt Right“-Bewegung in den USA
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:53 23.11.2016
Anzeige
Washington

Der Name „Alt Right“ in den USA ist eine Abkürzung der Website AlternativeRight.com und bedeutet in etwa „alternative Rechte“. Die ultrarechte Bewegung zählt einige tausend Anhänger. Sie ist offen rassistisch und bedient sich rechtsradikaler Ideologien.

Die „Alt Right“ spricht von einer auch intellektuellen „Überlegenheit einer weißen Rasse“, die sie gleichwohl von Nicht-Weißen bedroht sieht. Sie spricht sogar von einem Genozid an Weißen und hat einen rein weißen „Ethnostaat“ zum Ziel.

Die „Alt Right“ sehen die USA von sogenannten Kulturfremden unterwandert. Sie beklagt ein Schrumpfen christlicher Weltanschauungen. Das Weltbild ist auch antisemitisch.

Unter dem in Amerika hoch gehaltenen Schutz der Rede- und Meinungsfreiheit hat es immer auch rechtsradikale Gruppierungen und Ansichten gegeben, aber meist eher versprengt etwa in Milizen. Rassismus hat in der amerikanischen Kultur tiefe Wurzeln, aber seit dem Beginn der Bürgerrechtsbewegung hat es in den USA keine offen rassistische Bewegung größeren Umfangs mehr gegeben.

Nun sieht sich die „Alt Right“ im gesellschaftlichen Klima unter Donald Trump im Aufwind. Sie will die Mitte der Gesellschaft erreichen und bekennt sich auf Konferenzen und mit erheblicher Nutzung sozialer Medien offen und werbend zu ihrer ultrarechten Ideologie. Eine zentrale Figur ist Richard Spencer.

dpa

Mehr zum Thema

Noch herrscht großes Rätselraten darüber, wie der politische Neuling Donald Trump als US-Präsident agieren wird. Das Brookings-Institut in Washington hat vier Szenarien vorgestellt.

19.11.2016

Entscheidende Positionen im Kabinett des künftigen US-Präsidenten Donald Trump sind noch immer nicht besetzt.

21.11.2016
Politik Interview in «New York Times» - Trump distanziert sich von rechten Bewegungen

Weiße Nationalisten jubelten, als Donald Trump die Wahl gewann. Bei einem Treffen zeigten sie den Hitlergruß. Nun geht der künftige Präsident auf Distanz - nicht alle kann er aber überzeugen.

23.11.2016

Bereits seit längerer Zeit hat der hessische Verfassungsschutz den Verein Almadinah Islamischer Kulturverein im Fokus. Am Mittwochmorgen schlugen die Ermittler zu und durchsuchten mit mehr als 160 Einsatzkräften die Medina Moschee und Räume des Vereins in Kassel.

23.11.2016

Der designierte US-Präsident Donald Trump hat sich erstmals seit seiner Wahl einem Interview der „New York Times“ gestellt.

23.11.2016

US-Präsident Donald Trump hat laut Medienberichten die Gouverneurin des Bundesstaats South Carolina, Nikki Haley, für den Posten der Botschafterin bei den Vereinten Nationen ausgewählt. Die 44-Jährige soll das Angebot angenommen haben.

23.11.2016
Anzeige