Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Politik Russlandbeauftragter warnt vor Eskalation „bis hin zu Krieg“
Nachrichten Politik Russlandbeauftragter warnt vor Eskalation „bis hin zu Krieg“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
04:06 24.06.2016
Anzeige
Berlin/Passau

Der Russlandbeauftragte der Bundesregierung, Gernot Erler (SPD), hat vor einer Eskalationsspirale zwischen Nato und Russland „bis hin zu Krieg“ gewarnt.

In einem Gespräch mit der „Passauer Neuen Presse“ verteidigte der SPD-Politiker die kritischen Aussagen von Außenminister Frank-Walter Steinmeier zur Russland-Politik der Nato.

„Stationierungsentscheidungen und Militär-Operationen schaukeln sich wechselseitig hoch. Das ist gefährlich“, sagte er. „Es ist gut, dass Außenminister Steinmeier darauf hinweist. Der Aufschrei zeigt, dass er da einen Punkt getroffen hat.“ Erler forderte, die Eskalation zu stoppen: „Genau aus solchen Entwicklungen heraus entstehen unkontrollierte Situationen bis hin zum Krieg.“

Zwar rechtfertige das Vorgehen Moskaus in der Ukraine eine Reaktion der Nato. „Aber wir befinden uns in einer Spirale. So kann es nicht weitergehen. Wir brauchen ein Stoppsignal, bevor es zu spät ist.“ Steinmeier hatte mit seiner Kritik am „Säbelrasseln“ der Nato gegenüber Russland für Verärgerung beim Koalitionspartner Union gesorgt. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg wies Kritik an der Aufrüstung der Allianz im Osten zurück.

dpa

Mehr zum Thema

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen, hat die Nato-Kritik von Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) scharf zurückgewiesen.

20.06.2016

Rund drei Wochen vor dem Nato-Gipfel in Warschau hat US-Verteidigungsminister Ashton Carter an die Bündnispartner appelliert, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

20.06.2016

St.Aserbaidschan und Armenien wollen die Zahl der OSZE-Beobachter an der Frontlinie im Konfliktgebiet Berg-Karabach erhöhen.

20.06.2016

Monatelang hat Seehofer die Kanzlerin für ihre Flüchtlingspolitik kritisiert - sie hat ihn abtropfen lassen. Die Umfragewerte sinken. Wird mit einer Art Friedensklausur nun alles besser?

23.06.2016

Der in einen Bestechungsskandal verwickelte frühere Chef der UN-Vollversammlung, John Ashe, ist tot. Ashe sei im Alter von 61 Jahren in New York gestorben, sagte sein Rechtsanwalt Jeremy Schneider.

23.06.2016

Er stolpert, stürzt und pöbelt: Boris Johnson ist einer der beliebtesten Politiker des Vereinigten Königreichs. Zu verlieren hat er beim Referendum über eines EU-Austritt Großbritanniens kaum etwas - zu gewinnen viel.

23.06.2016
Anzeige